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Flämingwetter

Wettertagebuch - der Juni 2026 im Fläming

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Juni 2026

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01.06.2026 Mo

Um mit den Worten vom poetischen Mitarbeiter Jens Hoffmann des DWD (Deutscher Wetterdienst) zu reden - wir erleben einen geschmeidigen Start in den Sommer 2016.

Bedanken dürfen wir uns dafür bei Hoch "Cornelius", das sich von Frankreich her als Ableger des Azorenhochs über den Fläming legt und die gestrige Zyklone "Mechthilde" nach Osteuropa verdrängt.

Lockerer Cumulus zeigt sich heute, der sich kaum verdichtet, die Quecksilbersäule steigt auf warme 24°C. Bis zum späten Abend bleibt es angenehm temperiert, ein schöner Start in den Juni.

ein warmer Start in den Juni mit Cumulus

02.06.2026 Di

Hoch Cornelius verlagert sich nach Osteuropa, sofort ergreift das dipolartige Schottlandtief "Nesrin" die Gelegenheit, mit seinem Frontensystem auf den Westen Deutschland überzugreifen.

Dort werden teils heftige Gewitter registriert, am Standort bleibt es noch bei ruhigem Sommerwetter. Die Temperatur steigt auf sommerliche 26°C, allerdings wird die Einstrahlung durch dichten Cirrostratus gedämpft. Ab 18 Uhr klart es auf (Bild), es bleibt bis zum Abend warm.

Cirrostratus verzieht sich nach Osten

03.06.2026 Mi

Wetterlage Ww (Winkelwest), in der zweiten Nachthälfte überquert uns die Kaltfront von Skandinavientief Nesrin mit bescheidenen 1,2 mm Regen.

Postfrontal überzieht mehrschichtige Bewölkung in Form von Cumulus, Altocumulus und Cirrostratus nebulosus den Himmel. Doch ab 15 Uhr lockert es zunehmend auf, übrig bleiben lockere Haufenwolken. Schnell steigt die Temperatur auf 21°C, am Abend klart es weitgehend auf.

Haufenwolken im Süden

04.06.2026 Do

Endlich braut sich mal wieder eine Gewitterlage zusammen, der Fläming liegt an der Vorderseite eines Höhentrogs über Westeuropa mit negativer Achsenlage. Gefördert werden die Gewitter durch einen starken Jetstream, vertikale Windscherung und etwas CAPE.

Und tatsächlich trifft uns heute gegen 16 Uhr ein Gewitter mit einer vorlaufenden Böenwalze, zieht dann aber schnell durch. Vereinzelte Erdblitze, ein paar Wolkenblitze und bescheidene 4 mm Regen sind das Ergebnis. Danach flaut der bis dahin frisch wehende Wind ab, eine wirkliche Abkühlung bringt die "Kaltfront" von Schottlandtief "Peggy" kaum.

ein Gewitter zieht auf

05.06.2026 Fr

Ein Höhentrog mit flatternder Vorderseite liegt über Westeuropa, doch auf Grund blockierenden Hochdrucks über Russland muss die Wetterlage als eine Mischung aus TrW und Ww gekennzeichnet werden.

Bis 15 Uhr überziehen uns die Reste der gestrigen Font, doch danach klart es zügig auf. Ursache ist ein flacher Hochkeil, der sich von Frankreich her nach Deutschland ausbreitet. Unter lockeren Haufenwolken wird es mäßig warm, Tmax 21°C.

klarer Himmel und weiße Haufenwolke

06.06.2026 Sa

Noch immer liegt ein breiter Höhentrog über dem Atlantik, ein zipfelförmiger Randtrog streift Westeuropa. Daran geknüpft ist Bodentief "Quella" dessen Okklusion auf den Westen Deutschlands mit einem Niederschlagsband übergreift.

Im Fläming ist davon nichts zu spüren, lediglich Cumulus mediocris verdichtet sich um die Mittagszeit, ab 16 Uhr zieht Cirrostratus nebulosus auf. Tmax 24°C, da das Zwischenhoch noch wirksam ist, Wetterlage Wa (West antizyklonal).

Cumulus und rechts Cirrostratus

07.06.2026 So

In späten Nachtstunden erreicht uns die okkludierte Front von Skandinavientief Quella und hinterlässt willkommene 6 mm Regen. Kurz darauf nähert sich von Frankreich her ein flacher Höhenkeil, womit der Bodendruck wieder steigt - kurz - es lockert am Morgen zügig auf.

Anschließend erscheinen wohlgeformte Haufenwolken, die bis zum Cumulus mediocris anwachsen. Diese verdichten sich zeitweise bei lebhaftem Westwind, am späten Nachmittag löst sich jedoch alles in Wohlgefallen auf. Tmax 22°C.

lustig angeordneter Cumulus

08.06.2026 Mo

Das flache Zwischenhoch "Emil" beehrt uns heute, gleichzeitig naht vom Atlantik ein beängstigender Langwellentrog. Doch noch schafft es Emil, die im Bild zu sehenden Haufen- und Haufenschichtwolken aufzulösen, die Temperatur steigt auf 26°C.

Am Nachmittag erreichen uns die Vorboten der Front von Islandtief "Rosi" in Form von Cirrostratus nebulosus, Altostratus translucidus, gefolgt von Stratocumulus stratiformis.

diese Wolken lösen sich bald auf

09.06.2026 Di

Der gestern erwähnte Höhentrog mit negativer Achsenlage schwenkt über Mitteleuropa ein, vorlaufend überquert uns die Kaltfront von Norwegentief Rosi. Regen ist Fehlanzeige, doch nach einer fast schon warmen Nacht bleibt es heute zunächst kühl.

Bis zum Mittag verdeckt mehrschichtige Bewölkung die Sonne in Form von Cumulus, Stratocumulus und Altostratus, doch gegen 14 Uhr erfolgt eine schlagartige Änderung: fast kristallscharf klart es von Westen her auf, die Temperatur steigt doch noch über 20°C. Es folgen lockere Haufenwolken, der tagsüber böig auffrischende Wind flaut zügig ab.

eine scharfe Wolkenkante

10.06.2026 Mi

Noch immer streift der Höhentrog den Westen Deutschlands, wovon im Fläming kaum etwas zu spüren ist.

Im Gegenteil, in einer südlichen Höhenströmung verdeckt Cirrostratus nebulosus, zeitweise gepaart mit Altostratus translucidus das Firmament, darunter lockerer Cumulus humilis. Am Nachmittag setzt sich doch noch die Sonne durch, Tmax 21°C.

Cirrostratus nebulosus, darunter Cumulus

11.06.2026 Do

Heute erreicht uns endlich die höhenkalte Trogluft, ein Vollwettertag steht an. Nach einem noch ruhigen Vormittag bilden sich kräftige Schauerzellen, überwiegend in Form von Cumulonimbus capillatus.

Die erste trifft uns gegen 13:30 Uhr mit kurzem Starkregen (2,4 mm), die folgenden ziehen knapp vorbei. Allerdings mit Elektrizität, hörbar werden 3 Gewitter registriert. Ab 16 Uhr klart es weitgehend auf.

die erste, noch schwache Schauerzelle

12.06.2026 Fr

Wetterlage NWz/a, das Frontensystem von Tief "Sabina" trifft mit dichter, mehrschichtiger Bewölkung ein. Diese erscheint zunächst ausgesprochen indifferent, doch ab 17 Uhr erscheint schwerer Nimbostratus praecipitatio pannus, 3 mm Regen werden gemessen.

schwere Regenwolken

13.06.2026 Sa

Skandinavientief Sabina bleibt wetterbestimmend, die zugehörige wellende Kaltfront überquert die Nordhälfte Deutschlands. Es weht ein lebhafter, böig auffrischender Westwind bei mehrschichtiger Bewölkung, kurzzeitig scheint auch die Sonne.

Gegen 16 Uhr trifft eine mächtige Schauerstaffel ein, verbunden mit kräftigem Starkregen und stürmischen Böen, ein imposantes Ereignis. Doch nach wenigen Minuten ist es vorbei, immerhin 3,6 mm Niederschlag - es läppert sich.

14.06.2026 So

Wetterlage NWz (Nordwest zyklonal), nach Durchzug des Frontensystems von Sabina bleibt es bei der feuchtkühlen nordwestlichen Strömung. In der labil geschichteten Luftmasse wachsen wie gestern ordentliche Schauerzellen heran, die weitere 3,6 mm Regen abliefern.

Dabei bleibt es kühl, bei böig auffrischendem Westwind wird die 20°C-Marke deutlich verfehlt. Positiver Nebeneffekt: die Getreidefelder im Fläming stehen in voller Pracht, die Reife der Körner ist bereits in vollem Gang.

Schauerzelle im Süden

15.06.2026 Mo

Noch liegen wir unter einer nordwestlichen Höhenströmung - die Zyklone Sabina hat sich zwar nach Finnland verzogen, auf ihrer Rückseite strömt jedoch weiterhin eine kühle maritime Luftmasse ein.

So bleibt es bis zum Nachmittag bedeckt mit einem Gemisch aus Cumulus und Stratocumulus stratiformis, danach folgen größere Wolkenlücken (Bild). Am Abend klart es auf, mit deutlicher Abkühlung. Gut so, durchlüften, die aktuellen Modellläufe prognostizieren eine Hitzewelle.

16.06.2026 Di

Eine komplette Umstellung der Wetterlage wird eingeleitet, über Mitteleuropa beginnt sich ein Höhenrücken aufzuwölben, begleitet von Hoch "Falk".

Südlich vom Fläming mogelt sich noch ein kleines Tief mit punktuellem Regen durch, am Standort überwiegt warmes, sonniges Wetter. Wolken verschiedener Gattungen ziehen durch, Tmax 23°C, der nervige Wind flaut endlich ab, bis zum Abend bleibt es warm.

17.06.2026 Mi

Ein Höhenrücken liegt über Mitteleuropa, eingelagert sind zwei Bodenhochs (Falk und Gorgias). Zwar streift die schwache Warmfront von Islandtief "Tara" den Norden Deutschlands, wird aber im Fläming kaum wetterwirksam.

Bis zum frühen Nachmittag ist es fast wolkenlos, im Norden lässt sich ein Streifen Cirrus fibratus erblicken. Danach folgen lockere Haufenwolken, erst am Abend verdichtet sich mehrschichtige Bewölkung. Mit 25,0°C wird ein Sommertag verzeichnet.

ein typischer Cirrus fibratus

18.06.2026 Do

Unerwartet schnell trifft die Hitzewelle ein, sie könnte nach den heutigen Prognosen epische Ausmaße annehmen. Flankiert von zwei Höhentrögen erstreckt sich ein mächtiger Höhenrücken über Mittel- und Westeuropa, ähnlich einem Omega. Darin eingelagert die gestern erwähnten Hochs, die diffus ineinander zerfließen.

Tja, zum Wetter am Standort: lockere Haufenwolken, am Nachmittag steigt die Temperatur schnell auf 31°C - der erste Hitzetag des Jahres. Es folgt lockerer Cirrus, am Abend bleibt es warm.

Wolken am ersten Hitzetag 2026

19.06.2026 Fr

Die Hitze steigert sich, unter dem Höhenrücken steigt die Temperatur schon am Mittag auf 34°C. Es folgt eine breite Schauerzelle die zwar am frühen Nachmittag kurz die Sonne verdeckt, aber am Standort verhungert. Danach klart es auf, nach einem leichten Rückgang der Temperatur folgt wieder stechende Hitze.

eine Schauerzelle löst sich in der Hitze auf

20.06.2026 Sa

Unverändert Höhenrücken, Luftmasse xT (Mittelmeer-Tropikluft), und Hoch Gorgias. Doch heute schlängelt sich das winzige Tief "Valea" von Westen her über Deutschland, eigentlich mehr oder weniger nur eine Konvergenzlinie.

Daran ist eine gewittrige Schauerlinie gekoppelt, die am Mittag den Fläming erreicht. Am Standort werden mickrige 1 mm Regen aufgezeichnet, auch ein paar ferne Donner. Nach kurzem Aufklaren verdeckt Altocumulus stratiformis den Himmel, erst ab 18 Uhr klart es auf - somit Tmax heute "nur" 29°C.

Abzug einer Konvergenzlinie

21.06.2026 So

Eine brodelnd heiße, feuchte Luftmasse liegt über dem Fläming. In dieser nähert sich, nach stechender Einstrahlung der Sonne gegen 14 Uhr ein mächtiger Gewittercluster.

Dieser trifft um 15 Uhr mit aller Macht ein, verbunden mit bedrohlichen Wolkengebilden (Bild) und donnernden Blitzen. Nach Durchzug einer Shelfcloud folgt kurzzeitiger Starkregen, insgesamt 8 mm, danach klart es wieder auf. Tmax heute exakt 30,0°C - also wieder ein Hitzetag.

ein Gewitter trifft ein

22.06.2026 Mo

Es bleibt hochsommerlich, ein breiter Höhenrücken liegt über Europa, angetrieben von einem stationären Höhentief westlich von Iberien. Im Bodendruckfeld etabliert sich Hoch "Hartmut" über der Nordsee, an seiner Ostflanke strömt etwas kühlere Luft von Norden her in den Nordosten Deutschlands.

Dabei bleibt es ausgesprochen sonnig, abgesehen von ein paar Haufenwolken am Mittag und dünnem Cirrus am Abend. Mit 29°C wird ein Hitzetag knapp verfehlt.

23.06.2026 Di

Hoch Hartmut liegt über Mitteleuropa, ein weiterer hochsommerlicher Tag wird durchlebt.

Vormittags zeigt sich etwas Altocumulus, danach Cumulus bis zur Größe eines mediocris, aber insgesamt überwiegt die Sonne. Tmax wieder 29°C, in der heute noch trockenen Luftmasse wird das Haus durchgelüftet - eine brutale Hitzewelle bahnt sich an.

vor der großen Hitze

24.06.2026 Mi

HM (Hoch Mitteleuropa), die brutale Hitzewelle nimmt ihren Anlauf. Noch liegt der Schwerpunkt der Hitzeglocke mit Tmax fast 45°C über Frankreich, doch diese schwenkt allmählich ostwärts nach Deutschland.

Schon heute steigt die Temperatur unter wolkenlosem Himmel auf 33°C, im Swimmingpool werden angenehme 30°C gemessen. Folgerichtig erlebe ich einen hoch frequentierten Badebetrieb mit weiblichen Geschöpfen. :-)

blauer Himmel unter Hitze

25.06.2026 Do

Die größtmögliche Konstellation für eine extreme Hitzewelle hat sich eingestellt - ein Hoch über Mitteleuropa, gepaart mit einem Cutoff-Tief über der Biskaya.

Noch liegt der Schwerpunkt der Hitze westlich vom Standort, aber das wird sich demnächst ändern. Ein paar einsame Haufenwolken treiben vorbei, Tmax heute 35°C - Wassertemperatur im Pool sexy 31°C. :-)

Cumulus mediocris vor der Extremhitze

26.06.2026 Fr

Eine Hitzeglocke liegt über Mitteleuropa und wandert ostwärts, heute werden im Westen Deutschlands Rekordtemperaturen gemessen. Auch im Fläming herrscht brütende Hitze, unter wolkenlosem Himmel steigt die Temperatur auf 36°C, im Pool rekordwarme 32°C.

wolkenlos unter der Hitzeglocke

27.06.2026 Sa

Die historische Hitzewelle erlebt heute ihren Höhepunkt, erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wird am Standort eine Temperatur von über 40°C gemessen. Noch höher ging es etwas nordwestlich, in Möckern - Drewitz gar 41,8°C - Allzeitrekord für ganz Deutschland, gemessen in Sachsen-Anhalt!

Wetterlage SWa, brüllend heiße Luft erreicht uns von Südwesten her, verbunden mit gelegentlichem dünnen Cirrus fibratus. Es bleibt bis zum Abend heiß, danach nur langsame Abkühlung.

Rekordhitze im Fläming

28.06.2026 So

Wetterlage weiterhin SWa, heute erleben wir (hoffentlich) den letzten Tag der brutalen Hitzewelle. Wieder steigt die Temperatur auf wüstenhafte Werte, Tmax 39°C.

Doch von Nordwesten her naht eine schwache, schleifende Kaltfront, ausgehend vom Islandtief "Xanthippe", die uns morgen von der Schwerhitze erlösen soll. Am Firmament nichts besonderes, etwas Cirrostratus fibratus, der sich am Abend zu Cirrus in verschiedenen Arten ausformt. Pool: Allzeitrekord - 32,5°C - Badewanne.

leuchtende Eiswolken im Süden

29.06.2026 Mo

Und wieder ein neuer Rekord, der Fläming erlebt heute mit Tmin 23°C deutschlandweit die wärmste Nacht. Doch am Vormittag trifft die schwache Kaltfront von Xanthippe ein, die Temperatur steigt "nur" auf 27°C.

Also ein "Temperatursturz" um 12°C auf noch immer hochsommerliche Werte. Es bleibt meist bedeckt mit mehrschichtiger Bewölkung, Regengebiete verfehlen uns. Am Nachmittag erleben wir eine sonnige Phase, siehe Bild.

Wolken nach der extremen Hitze

30.06.2026 Di

Der Juni verabschiedet sich nach der historischen Hitzewelle mit weiterhin hochsommerlichem Wetter, das flache Hoch "Immanuel" liegt über Deutschland.

Für den Fläming bedeutet dies nach wie vor hochsommerliches Wetter (Tmax 28°C), am Vormittag etwas Cirrus, später lockerer Altocumulus, abends Stratocumulus. Westlich vom Standort bewegt sich eine schwache Luftmassengrenze auf uns zu, gepaart mit Regen, der uns morgen hoffentlich erreicht.

erste Eiswolken erscheinen

 

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