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Wettertagebuch - der November 2025 im Fläming |
Zu den Wetterdaten: |
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Bericht |
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01.11.2025 Sa |
Sehr mild und sonnig startet der November, der Fläming liegt zunächst im Warmsektor von Tief "Marek", das sich dipolartig südlich von Island herumtreibt. Nach ein paar Stunden Sonne und 16°C Höchsttemperatur naht ab dem Mittag die zugehörige Kaltfront, zunächst mit Altocumulus und Stratocumulus stratiformis, gefolgt von Altostratus. Ab dem späten Nachmittag überquert uns langsam die etwas zerfledderte Front mit 8 mm Regen, es bleibt aber mild. |
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02.11.2025 So |
Wetterlage SWz (Südwest zyklonal), ein mittelprächtiger Trog liegt über Westeuropa und schwenkt unter Verkürzung der Wellenlänge vorbei. Gleichzeitig überziehen uns die Reste der gestrigen Kaltfront mit mittelhohen Wolken (Altostratus und Altocumulus), nur kurz erscheint am Nachmittag die Sonne. Weiterhin ist es mild, Wind ist kein Thema. |
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03.11.2025 Mo |
Übergang zu SWa (Südwest antizyklonal), von Frankreich her schiebt Hoch "Vianelde" einen Keil Richtung Mitteleuropa, während der Norden Deutschlands vom Ex-Hurrikan Melissa mit Regen gestreift wird. Am Standort verläuft der Vormittag sonnig, mittags verdichten sich vorübergehend Haufenwolken. Diese lösen sich am Nachmittag zunehmend auf, kurz vor Sonnenuntergang erscheint Altocumulus, mit Tmax 13°C bleibt es mild. |
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04.11.2025 Di |
Die Antizyklone Vianelde verlagert ihr Zentrum allmählich nach Osteuropa und wird gestützt durch einen kräftigen Höhenrücken, wogegen sich über dem Atlantik ein Langwellentrog bis zu den Azoren amplifiziert. Resultat ist eine sehr milde südwestliche Strömung (Tmax 14°C), allerdings unter meist bedecktem Himmel, überwiegend Stratocumulus stratiformis. Dieser wird am Nachmittag durch Altocumulus stratiformis abgelöst, der in die Wolkenart floccus übergeht, am Abend ist es nahezu wolkenlos. |
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05.11.2025 Mi |
Bei unveränderter Wetterlage SWa beschert uns Hoch Vianelde heute einen goldenen Novembertag, eine südwestliche Strömung hat sich eingestellt. Mit halbwegs guter Durchmischung steigt die Temperatur unter blauem Himmel auf ungewöhnlich milde 17,3°C, die mit einem ausgiebigen Spaziergang durch die bunt belaubten Wälder genossen wird. Erst am späten Nachmittag zeigt sich schüchterner Cirrus, verziert durch ein Abendrot. |
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06.11.2025 Do |
Es bleibt mild, Vianelde hält die Stellung, ein vom Atlantik her eintreffender Höhentrog tropft zum Mittelmeer ab und bringt dort ordentlich Regen. Eingelagert ist Tief "Niksala", das aber unser Wetter nicht beeinflusst. Im Fläming herrscht weiterhin der "goldene November", strahlender Sonnenschein von morgens bis abends. Noch reicht die Durchmischung für eine milde Temperatur - Tmax 13°C. |
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07.11.2025 Fr |
Wetterlage Sa (Süd antizyklonal), es bleibt bei strahlendem Sonnenschein, und das im November. Zwar flaut der Wind bei abnehmendem Druckgradienten etwas ab, genügt aber noch, die drohende Inversion auf Bodenniveau zu drücken. Also erleben wir wieder einen komplett sonnigen Tag, abgesehen von hauchdünnem Cirrus. Nach Tmax 11°C kühlt es am Abend allerdings empfindlich ab. |
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08.11.2025 Sa |
Heute versinkt der Fläming im Barosumpf, gleichzeitig sinkt das bisher hohe Geopotential, die Durchmischung bleibt aus. Folge ist eine Inversion in ca. 500m Höhe, an der sich Hochnebel, also dichter Stratus nebulosus ausbreitet. Es bleibt kühl, lediglich letzte Farbtupfer des Herbstlaubs beleben das Bild. |
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09.11.2025 So |
Weiterhin Barosumpf, Abwechslung bringt lediglich ein kleiner Kaltlufttropfen über Tschechien. Bis zum Nachmittag ist es bedeckt mit Stratus und Stratocumulus bei milder Temperatur. Schwer zu beurteilen ist, ob gerade dieser KLT die Inversion etwa "angelupft" hat, wodurch am Nachmittag für ein paar Momente die Sonne erscheint. |
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10.11.2025 Mo |
Das flache Zwischenhoch "Wencke" vertreibt den gestrigen Kaltlufttropfen, sorgt aber weiterhin für eine abgehobene Absinkinversion, an der sich langweiliger Hochnebel etabliert. Doch am Nachmittag gelangen wir bei einer leichten westlichen Strömung in das Lee des Harzes, fast schlagartig klart es von Westen her auf. So ist es nicht verwunderlich, dass die Temperatur am Abend rapide sinkt, jedoch nähert sich zügig das Wolkenband der Front von Englandtief "Odin". Nachtrag: immerhin 3,2 mm Regen in der 2. Nachthälfte. |
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11.11.2025 Di |
Wencke verlagert sich zum Balkan, eine schwache westliche Strömung hat sich eingestellt. Doch an der Vorderseite eines Trogs über dem Atlantik macht sich Warmluft auf den Weg nach Europa, unterstützt durch das eingelagerte Tief "Pepe". Noch ist es nicht soweit, nach 1 mm Regen in der Nacht lockert es am Mittag zeitweise auf, ansonsten ist es bedeckt bei Tmax 11°C. |
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12.11.2025 Mi |
Wetterlage Südwest antizyklonal, ein extrem langer, aber nicht sehr breiter Langwellentrog erstreckt sich mit positiver Achsenlage vom Nordmeer zu den Azoren. Eingelagert sind die Tiefs Odin, Pepe und Quirin. An der Vorderseite des Trogs beginnt der Zustrom einer milden Luftmasse, in der es bis zum Mittag noch sonnig bleibt. Nachmittag erscheint Cirrus und Cirrostratus, die Eiswolken werden zeitweise von Altostratus stratiformis perlucidus unterminiert. |
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13.11.2025 Do |
Ein komplexes Viererdruckfeld hat sich über Europa etabliert, Hochs über Island und dem Balkan, Tiefs westlich der Biskaya und der Barentssee. Deutschland liegt "mittendrin", wetterbestimmend ist aber heute Biskayatief Pepe. Dieses schaufelt eine ungewöhnlich milde Luftmasse in den Fläming, allerdings befrachtet mit reichlich Saharastaub. Somit steigt die Temperatur auf über 16°C, allerdings trübt der Staub, gepaart mit Cirrostratus nebulosus, den Himmel. Ab dem Nachmittag folgen Felder von Altocumulus und Altostratus, an denen sich ein Abendrot ausbildet. |
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14.11.2025 Fr |
Das Viererdruckfeld bleibt bestehen, Islandhoch "Xanni" und Lapplandtief "Quirin" schaufeln gemeinsam polare Kaltluft nach Mitteleuropa, Biskayatief "Pepe" und Balkanhoch "Wencke" halten mit Warmluft aus dem Süden dagegen. Resultat ist eine zonal orientierte Luftmassengrenze, die über dem Norden Deutschlands liegt und dort für Dauerregen sorgt. Der Standort liegt noch auf der milden Seite, allerdings lässt sich die Sonne nur schemenhaft blicken, es bleibt fast durchgehend bedeckt. |
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15.11.2025 Sa |
Allmählich "verschwimmt" die Struktur des gestern beschriebenen Vierdruckfelds etwas, bleibt aber noch bestehen. Die gestern erwähnte Luftmassengrenze verlagert sich heute etwas nach Süden, wodurch das weiterhin zonal orientierte Niederschlagsgebiet mit immerhin 8 mm den Fläming erreicht. Dies geht mit einer deutlichen Abkühlung einher, Temperatur 6°C ohne jeglichen Tagesgang (!). Bei gelegentlich auffrischendem Ostwind ist es nass und grau bis dunkelgrau unter Nimbostratus. |
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16.11.2025 So |
Das Spannungsfeld der Druckgebilde löst sich auf, von Norden her stößt ein mächtiger Langwellentrog nach Mitteleuropa vor (Wetterlage ehestens HNz). Doch überraschend erleben wir bis zum Mittag noch einen sonnigen und sehr milden Vormittag, ehe sich von Norden her eine Kaltfront mit mehrschichtiger Bewölkung nähert. Damit einhergehend natürlich Abkühlung, gepaart mit 3 mm Regen. |
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17.11.2025 Mo |
Der kolossale Langwellentrog amplifiziert sich weiter Richtung Mittelmeer, Wetterlage TrM (Trog Mitteleuropa). Eingelagert sind 2 gestaffelte Kaltfronten, die polare Meereskaltluft heran führen. Bis zum Mittag ist es bedeckt mit Stratocumulus, danach folgen zerrissene Haufenwolken, gelegentlich leichte Regenschauer, aber auch die Sonne lässt sich hin und wieder blicken. Abends klart es auf, die Temperatur sinkt Richtung Gefrierpunkt. |
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18.11.2025 Di |
Es bleibt bei der Troglage, während sich über dem Atlantik ein Hochkeil nach Grönland aufgesteilt hat, verbleibt Mitteleuropa unter der höhenkalten Luftmasse. Nach leichtem Nachtfrost verläuft der Vormittag doch überwiegend sonnig, nur leicht gestört durch Cirrostratus fibratus. Dieser wird am Nachmittag von Altocumulus und Stratocumulus unterwandert, die Temperatur schwankt im Niemandsland von 2 - 6°C. |
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19.11.2025 Mi |
Der heutige Tag steht im Zeichen vom dipolartigen Tief "Talat", das sich mit zwei Teilzentren von Südskandinavien nach Holland erstreckt. Letzteres Teiltief wandert zur Ostsee und versorgt höhere Lagen mit etwas Schnee, für den Fläming bleibt etwas Regen (3 mm) übrig. Nach ein paar Regentropfen in der Nacht erfreut uns bis zum Mittag ein strahlend blauer Himmel - Balsam für die Seele im November. Doch pünktlich zur Mittagszeit verdichten sich von Westen her die Wolken zu dunkelgrauem Einheitsbrei, Teil zwei der genannten Regenmenge fällt. Temperatur unverändert wie gestern. |
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20.11.2025 Do |
Die Troglage TrM hält an, durch weitere Zufuhr von Kaltluft an seiner Rückseite bleibt er auf der Stelle und amplifiziert sich weiter Richtung Nordafrika. Mit dem Durchgang der Kaltfront von Ostseetief Talat regnet es (5 mm), hin und wieder ist auch eine Schneeflocke dabei. Tagsüber ist es bedeckt, zunächst mit strukturlosem Stratus, später mit Wolkenschiffen in Form von Cumulus mediocris radiatus unter Altostratus. Am Abend klart es auf, die Temperatur sinkt zügig unter den Gefrierpunkt. |
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21.11.2025 Fr |
Hoch "Zuleika" schiebt von Westen her einen Keil nach Deutschland, der die eingeflossene maritime Arktisluft konserviert und für mäßigen Nachtfrost unter klarem Himmel sorgt. Es folgt ein schöner wolkenloser Tag, doch trotz ungestörter Einstrahlung steigt die Temperatur nur auf 2°C. Abends sinkt die Temperatur schnell wieder unter den Gefrierpunkt. |
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22.11.2025 Sa |
Weiterhin liegt Hoch Zuleika über Mitteleuropa, Resultat ist ein kalter, wolkenloser Tag. Wie gestern steigt die Temperatur auf 2°C, abends folgt schnell mäßiger Frost. |
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23.11.2025 So |
Obwohl Hoch Zuleika wetterbestimmend bleibt, herrscht weiterhin die Großwetterlage TrM (Trog Mitteleuropa). Das Zentrum vom Zuleika verlagert sich nach Osteuropa, gleichzeitig regeneriert sich der Höhentrog an seiner Westflanke. Diesem vorgelagert ist die Okklusion von Schottlandtief "Ulf", das heute den Westen Deutschlands mit Schnee, gefrierendem Regen etc. erreicht. Im Fläming bleibt es nach mäßigem Nachtfrost sonnig, lediglich dünne Eiswolken erscheinen. Mit Tmax -1°C wird der erste Eistag dieser Wintersaison registriert. |
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24.11.2025 Mo |
In der zweiten Nachthälfte überquert uns die Okklusion von Nordseetief Ulf mit 2 cm Schnee, gleichzeitig wird die kalte Polarluft von etwas milderer Atlantikluft verdrängt. Postfrontal klart es am Vormittag überraschend auf (Bild), doch ab dem Mittag überzieht Stratocumulus den Fläming mit seltenen Wolkenlücken. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen bleibt es frostfrei, Wetterlage weiterhin TrM. |
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25.11.2025 Di |
Das in den Trog eingelagerte Tief Ulf füllt sich über Deutschland auf, Schlafwagenwetter fast ohne Isobarenlinien hat sich eingestellt. Bei leichten Plusgraden schmilzt der gestern gefallene Schnee nur langsam, während am Vormittag Stratocumulus stratiformis perlucidus das Firmament überzieht. Wie gestern scheint die Sonne gelegentlich durch ein paar Lücken, an Abend folgt Altostratus opacus. |
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26.11.2025 Mi |
Der persistente Höhentrog beginnt endlich, Richtung Mittelmeer abzutropfen, während Tief "Wolfgang" sich abspaltet und auf einer Vb-ähnlichen Zugbahn nach Osteuropa zieht. Resultat ist zunächst eine nördliche Strömung, die jedoch keine Kälte bringt. Ursache ist ein Höhenkeil, der sich von der Biskaya nähert, Bodenhoch "Alrun" stützt und eher milde Atlantikluft "herumholt". Wie gestern ist es bedeckt mit Haufenschichtwolken, nur selten zeigen sich ein paar Wolkenlücken. |
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27.11.2025 Do |
Wetterlage SWa (Südwest antizyklonal), ein flacher Höhenkeil erstreckt sich gemeinsam mit Bodenhoch Alrun von der Biskaya aus nach Deutschland. Dieser wird im Norden Deutschlands von einer schwachen Warmfront (Tief "Yonatan") überlaufen, womit am Standort von Nordwesten her Eiswolken in Form von Cirrostratus eintreffen. Doch am Vormittag ist es noch sonnig, ehe am Nachmittag eine schwache Nebensonne an Cirrostratus fibratus erscheint. Tmax 5°C, es bleibt frostfrei. |
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28.11.2025 Fr |
Heute liegt der Fläming im Warmsektor von Tief Yonatan, eine südwestliche Strömung mit guter Durchmischung stellt sich ein. Sie räumt die noch vorhandene bodennahe Kaltluftschicht aus und lässt letzte Schneereste schmelzen. Dabei ist es bedeckt mit mehrschichtiger Bewölkung, doch am Nachmittag lockert es zeitweise auf, es lässt sich Altocumulus stratiformis über Stratocumulus differenzieren. |
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29.11.2025 Sa |
Die Antizyklone Alrun verlagert sich nach Osteuropa, an ihr perlt Tief Yonatan ab und verlagert sich nach Nordskandinavien. Die zugehörige schwache Kaltfront überquert am Morgen den Standort mit 3 mm Regen, ohne bodennah eine Abkühlung zu verursachen. Tagsüber ist es fast durchgehend bedeckt mit Haufenschichtwolken, lediglich am Nachmittag erscheint für ein paar Minuten die Sonne, in diesen steigt die Temperatur auf milde 8°C. |
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30.11.2025 So |
Der November verabschiedet sich mit der Wetterlage SWz (Südwest zyklonal), verbunden mit einem kleinen Höhentrog verlagert sich Tief "Zenobio" von den britischen Inseln nach Skandinavien. Wie gestern trifft eine schwache Kaltfront ein, die aber im thermischen Feld kaum eine Rolle spielt. Am Vormittag scheint noch die Sonne durch dünne Eiswolken, es folgt ein schön abgegrenztes Feld Stratocumulus (Bild). Nachmittags folgt die Front mit 3 mm Regen, Tmax wieder 8°C. |
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