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Flämingwetter

Wetterbeobachtungen Januar 2026 im Fläming

 

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Wetter Dezember 2025

 

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Bericht

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01.01.2026 Do

Zum Jahresbeginn erstreckt sich ein Höhenkeil über dem Atlantik nach Grönland mit Nordmeerhoch "Jasmin", östlich davon räkelt sich ein mächtiger, breiter Langwellentrog über Mittel- und Osteuropa. In den Trog ist Skandinavientief "Tizian" eingebettet, dessen Warmfront uns in der Nacht mit leichtem Aufgleitregen überquerte.

So ist es nicht verwunderlich, dass im Warmsektor dichter Stratocumulus stratiformis den Himmel überzieht. Verbunden mit einem kräftigen Druckgradienten am Südrand von Tizian weht ein lebhafter Westwind (Böen bis 7 Bft) bei leichten Plusgraden, Tmax 3°C. Mit Eintreffen der zugehörigen Kaltfront erreicht sehr höhenkalte Luft den Norden Deutschlands, dort bilden sich Schauerstraßen aus.

Bei Redaktionsschluss ist es noch nicht sicher, ob der Fläming heute noch getroffen wird - und wenn, in welchem Aggregatzustand (flüssig oder fest).

Im Warmsektor von Tief Tizian

02.01.2026 Fr

Der gewaltige, sehr höhenkalte Trog erstreckt sich weiterhin über Europa und führt labil geschichtete Polarluft nach Deutschland. Der Weg derselben führt über die Nordsee, was zwei Auswirkungen hat.

Einerseits satte Schneefälle, besonders im Nordwesten Deutschlands, andererseits wird das Potential der Luftmasse stark ausgebremst - Zufuhr über die "warme" Nordsee. So bleibt es am Standort bei leichten Plusgraden und dichten Haufenschichtwolken, erst am Abend setzt leichtes Geflöckel ein. Wetterlage NWz (Nordwest zyklonal) bei anhaltend lebhaftem Westwind.

03.01.2026 Sa

Wetterlage TrM (Trog Mitteleuropa) Ostseetief Tizian wird begleitet von der ersten weiblichen Zyklone des Jahres namens "Anneke" über der deutschen Bucht.

Labil geschichtete Kaltluft hat Deutschland geflutet, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt setzt leichter Schneefall ein (ca. 2 cm). Der erwähnenswerte Westwind hält tagsüber an und flaut am Abend ab.

der erste Schnee des Jahres 2026

04.01.2026 So

Es bleibt bei der Zufuhr höhenkalter Luftmassen, während sich Tief Tizian über dem Baltikum allmählich auffüllt. Nach Anneke wird die "zweite kleine Schwester Tizians" namens "Birte", gekoppelt an einen Randtrog, entlang der Nordsee herangeführt.

Diesmal liegt der Fläming direkt in einem langen Schauerstreifen mit ergiebigem Schneefall - über 10 cm werden bei nachlassendem Wind gemessen. Am Nachmittag lüftet sich für ein paar Momente die dichte, mehrschichtige Wolkendecke (Bild).

ein kleiner Lichtblick zwischen dichten Wolken

05.01.2026 Mo

TrM, der Höhentrog hat Bestand. Die kleine Zyklone Birte verlagert sich langsam zur Deutschen Bucht, hat aber keinen Einfluss mehr auf den Standort. Im Gegenteil, das erste männliche Tief des Jahres namens "Andreas" sorgt für Zwischenhocheinfluss und erste Sonnenstunden.

Lockerer Stratocumulus überwiegt heute, am Abend folgt ein farbiger Sonnenuntergang und mäßiger Frost.

es bleibt abends schon deutlich länger hell

06.01.2026 Di

Der Höhentrog mit den eingelagerten Tiefs Birte und der neuen "Constanze" erstreckt sich über Europa bis Nordafrika, im Bodendruckfeld streckt Hoch Andreas vom Atlantik her einen Keil nach Mitteleuropa aus.

Dementsprechend erleben wir heute ruhiges Winterwetter, nach Tmin -9°C zeigt sich am Mittag für ca. eine Stunde die Sonne. Ansonsten ist es bedeckt mit einem Gemisch aus Cumulus und Stratocumulus, abends leichter Frost.

Lichtblicke am Mittag

07.01.2026 Mi

Der europäische Langwellentrog verlagert sich minimal ostwärts, das eingelagerte Nordseetief "Constanze" entsendet eine okkludierte Front in den Westen Deutschlands mit Schneefall. Davon bekommt der Fläming nichts ab, wir erleben einen schönen, sonnigen Eistag mit leichtem bis mäßigem Frost.

Ein sonniger Eistag ohne Wolken

08.01.2026 Do

Südlich von Irland kommt es zur gefährlichen Bombogenese von Sturmtief "Elli" das uns ab morgen beehren wird, siehe Bild.

Nach einer sehr kalten Nacht (Tmin -10°C) verläuft der heutige Tag mit ruhigem Winterwetter - kaum Wind, leichter Frost, der Schnee sublimiert so vor sich hin. Bis zum Abend ist es bedeckt mit strukturloser, amorpher Bewölkung.

Bombogenese von Sturmtief Elli

09.01.2026 Fr

Sturmtief Elli hat die belgische Küste erreicht und kringelt sich dort ein, womit es seinen Höhe - nein Tiefpunkt :-) mit 970 hPa erreicht. Die gewundene Warmfront gleitet am Standort auf den bodennahen Kaltluftkörper auf, verbunden mit veritablem Schneefall und stark auffrischendem Ostwind.

Dieser verursacht permanente Verwehungen, Erinnerungen an den Februar 2021 werden wach. Fünfmal waren wir draußen zum Schneeschippen, ca. 10 cm Neuschnee werden dabei zu ordentlichen Bergen angehäuft. Am späten Abend endlich Wetterberuhigung, aber von Süden her naht ein weiteres Schneefallgebiet, und das bei mäßigem Frost.

Schneeflocken von Sturmtief Elli

10.01.2026 Sa

Deutliche Beruhigung der Wetterlage TrM, die wilde Elli füllt sich auf und verlagert sich als Rinne nach Südosten.

Kurz darauf macht sich das Zwischenhoch "Bronco" bemerkbar, das sich von Mitteldeutschland nach Lappland erstreckt und uns einen ausgesprochen sonnigen, herrlichen Wintertag beschert. Volle Sonne und knirschender, pulvriger Schnee unter den Sohlen beim Spaziergang durch die unberührte Natur, herrlich.

Schneetief Elli ist Geschichte

11.01.2026 So

Von Westen her klopft der Atlantik an, doch heute liegt der Fläming noch unter der Ägide von Zwischenhoch Bronco, das seine Lage seit gestern kaum verändert hat.

Erstmals in diesem Winter sinkt die Temperatur am Morgen unter -10°C, es folgt ein fast wolkenloser Tag im Hochwinter mit glitzerndem Schnee. Abends sinkt die Temperatur wieder zügig Richtung strengem Frost.

wolkenlos und klirrend kalt

12.01.2026 Mo

Allmähliche Umstellung auf die Wetterlage SWz (Südwest zyklonal), die okkludierende Front von Schottlandtief "Gunda" nähert sich dem Fläming.

Nach einer klaren Nacht mit strengem Frost (Tmin -13°C) bleibt es bedeckt mit Stratus nebulosus, am Nachmittag fallen ein paar Schneeflocken. Gleichzeitig steigt die Temperatur und erreicht am Abend fast den Gefrierpunkt.

langweilig

13.01.2026 Di

Die Umstellung auf mildes Wetter im Januar ist erfolgt, das Frontensystem von Nordmeertief Gunda hat die Kaltluft nach Osten abgeschoben.

Unter einer Decke aus Stratus / Stratocumulus steigt die Temperatur auf 5°C und sinkt auch abends nicht mehr unter den Gefrierpunkt. Nur kurz erscheint am späten Nachmittag eine schmale Wolkenlücke (Bild). Danach fallen ein paar Tropfen Regen.

eine Wolkenlücke im Südwesten

 

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