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Flämingwetter

Wetterbeobachtungen Januar 2018 im Fläming

 

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Wetter Dezember 2017

 

Datum

Bericht

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01.01.2018 Mo

Sonnig, mild und windig startet das Jahr 2018, obwohl sich ein breiter Trog über Mitteleuropa erstreckt. In einer westlich zyklonalen Wetterlage (Wz) jagen locker angeordnete, zerrissene Haufenwolken zügig ostwärts. Allen Lesern ein gesundes neues Jahr!

Wolken Neujahr 2018

02.01.2018 Di

Südwestlich von Island hat die mächtige Zyklone "Alja" die Rolle eines steuernden Zentraltiefs eingenommen, an dessen Südflanke setzt die Genese eines Schnellläufers ein, der sich heute noch im jungen Wellenstadium befindet.

Der Fläming befindet sich noch unter der Rückseite eines ostwärts ablaufenden Trogs, an dessen Rückseite labil geschichtete Meeresluft eingeflossen ist. Dementsprechend setzt schon in der 2. Nachthälfte Schauertätigkeit ein, insgesamt werden 6 mm Regen aus Nimbostratus pannus praecipitatio gemessen.

Regenwolken im Fläming

03.01.2018 Mi

Sturmtief "Burglind" hat die Nordsee erreicht, verlagert sich weiter Richtung Dänemark und füllt sich am Abend in achsensenkrechter Lage über der westlichen Ostsee auf. Das schnell okkludierende Frontensystem überquert in der ersten Tageshälfte den Fläming ohne nennenswerte Windstärke, allerdings mit ausgiebigen Regenfällen.

Postfrontal frischt der Wind zwar auf, bleibt aber im Fläming mit Bft. 6 ein zahnloser Papptiger. Anders im Westen und im Alpenraum - hier wird stellenweise Orkanstärke vermeldet - mit entsprechenden Schadensmeldungen. Nach 20 Uhr flaut der Wind ab, die Niederschlagssumme ist standortbezogen mit 14 mm das einzige signifikante Wetterereignis.

schnell jagende konvektive Wolken

04.01.2018 Do

Die lebhafte westliche Strömung bleibt uns erhalten, von Südwesten her greift die Warmfront der nächsten Zyklone namens "Christine" auf Deutschland über. Dichter Stratocumulus, durchsetzt mit vereinzelten Haufenwolken lockert erst kurz vor Sonnenuntergang etwas auf, es ist weiterhin mild.

05.01.2018 Fr

Über dem Ostatlantik dehnt sich ein Langwellentrog südwärts aus, am Boden erstreckt sich ein sehr langer, wellender Frontenzug vom Mittelatlantik über Spanien nach Süddeutschland und schleift langsam ostwärts.

Für den Fläming macht sich in der milden west/südwestlichen das Lee von Harz und Thüringer Wald bemerkbar, das Satellitenbild zeigt in diesem Bereich den einzigen sonnigen "Fleck" Deutschlands. Doch am Nachmittag ist Schluss mit Sonne - die Front verlagert sich etwas nordwärts - bei milder Temperatur bedecken Wolken der Gattungen Ac, Sc und Cu den Himmel.

Wolken ziehen heran

06.01.2018 Sa

Weiterhin schleift eine lange Warmfront über Süddeutschland und verbindet Spanientief "Dora" mit der Finnlandzyklone Christine, südlich von Island generiert Druckanstieg das Hoch "Adam".

Nach sonnigem Tagesbeginn nähert sich dichter Altocumulus stratiformis, der von Stratocumulus unterlagert wird. Im Tagesverlauf verlagert sich die Front langsam nordwärts, am späten Abend beginnt es leicht zu nieseln.

Stratocumulus unter Altocumulus

07.01.2018 So

Der westeuropäische Langwellentrog tropft Richtung Marokko ab, gestützt durch einen nordostwärts gerichteten atlantischen Höhenkeil verstärkt sich Britannienhoch Adam. Selbiges beschert dem Norden Deutschlands Sonnenschein, wogegen der Rest des Landes noch von den Resten der gestrigen Warmfront traktiert wird.

Mehrschichtige Bewölkung der Gattungen St, Sc, As und Ac wird registriert, in der auf Nordost drehenden Strömung sinkt die Temperatur Richtung Gefrierpunkt.

unverändert: graue Wolken

08.01.2018 Mo

Zunehmend dominant erweist sich Hoch Adam, dessen Zentrum sich im Tagesverlauf nach Polen verlagert. Nach nächtlichem Aufklaren startet der Tag mit leichtem Luftfrost und kaltem Ostwind, erfreulicherweise liegt der Fläming, wie die Nordhälfte Deutschlands, auf der sonnigen Seite.

Kleine Strähnen von Cirrus fibratus zieren das Himmelsblau, im fernen Süden übergehend in Cirrostratus.

Sonnenaufgang unter Eiswolken

09.01.2018 Di

Adam hat sich zum Hochkeil umgeformt und erstreckt sich von der Ukraine aus Richtung Südskandinavien, es bleibt bei der östlichen Höhenströmung, wogegen die 850 hPA-Stromlinien auf Süden drehen. Nach dichtem Stratocumulus am Morgen scheint die Sonne durch Altostratus translucidus, der uns bei wieder etwas steigender Temperatur bis zum Abend erhalten bleibt.

halbdurchscheinender Altostratus

10.01.2018 Mi

Ein kaum ambitionierter Höhentrog nähert sich von Frankreich her, gleichzeitig verlagert sich der Höhenkeil etwas ostwärts, Hoch Adam erstreckt sich weiträumig über dem osteuropäischen Festland.

Am Morgen zieht ein kompaktes Feld Stratocumulus stratiformis opacus zügig nordostwärts ab und hinterlässt einen blankgeputzten Himmel, am Boden ist es anfangs noch leicht dunstig. In einer leichten südlichen Strömung steigt die Temperatur auf milde Werte, ein interessanter Anblick am Nachmittag: schön aufgereihter Cirrus uncinus am Osthimmel.

schöner Cirrus uncinus

11.01.2018 Do

Deutschlandweit hat sich eine gradientenschwache Lage eingestellt, in der sich eine flache Hochdruckbrücke zwischen der iberischen Halbinsel und Hoch Adam über Fennoskandien etabliert. Die gealterte Festlandluft ist feucht und dunstig, am Morgen kommt es bei leichtem Frost zu stellenweiser Glatteisbildung.

Strukturloser Stratus nebulosus überzieht den Himmel und wechselt von der Unterart opacus zu translucidus. Am Mittag folgt der worst case - der gefürchtete Elbnebel zieht auf und versenkt uns bis 15 Uhr in der Waschküche, danach bessert sich die Sichtweite zügig.

durchsichtige Schichtwolken

12.01.2018 Fr

Hoch "Borchert" hat Axel abgelöst und erstreckt sich, gestützt von einem Höhenhoch, weiträumig über Nordosteuropa, eine "High over low" Lage hat sich eingestellt.

Eine gealterte, feuchte Luftmasse liegt über dem Fläming, es nieselt leicht aus Stratus nebulosus, die Temperaturkurve verläuft fast linear knapp über dem Gefrierpunkt.

ohne Worte

13.01.2018 Sa

Borchert über Nordosteuropa bleibt wetterbestimmend, an dessen Südwestflanke hat sich eine südöstliche Strömung eingestellt. Unter einer Absinkinversion hält sich hartnäckiger Hochnebel, der nur für wenige Momente (Bild) aufreißt.

Aufreißender Hochnebel

14.01.2018 So

Von Osten her fließt heute deutlich trockenere Festlandluft in den Fläming ein, das mächtige Festlandhoch regiert weiterhin weiträumig über Osteuropa. Nach leichtem Nachtfrost ist es ausgesprochen sonnig, im kalten Ostwind steigt die Temperatur nur knapp über den Gefrierpunkt.

wolkenlos bei Ostwind

15.01.2018 Mo

Über dem Atlantik liegt ein breiter, ungewöhnlich höhenkalter Trog, an dessen Vorderseite nähert sich das okkludierte Frontensystem von Islandtief "Evi" - die ruhige Hochdruckrandlage neigt sich ihrem Ende entgegen.

Noch liegt der Osten Deutschlands auf der sonnigen Seite, in auf Süd drehendem Wind klettert die Quecksilbersäule am Vormittag über die 0C-Marke. In der zweiten Tageshälfte treffen die Vorboten der Front in Form von lockeren Stratocumulusfeldern ein, diese verdichten sich im weiteren Verlauf zunehmend.

die Sonne taucht auf

16.01.2018 Di

Die Okklusion von Islandtief Evi überquert heute den Fläming, nachfolgend wird Meeresluft polaren Ursprungs herangeführt.

Nachdem es in der zweiten Nachthälfte regnete, stellt sich am Morgen überraschend eine sonnige Phase ein, gefolgt von einem weiteren Niederschlagsband. Die Bewölkung nimmt im Tagesverlauf zunehmend konvektiven Charakter an und mutiert in der höhenkalten Luft von morgendlichem Stratocumulus zu Cumulus und Cumulonimbus.

abziehendes Niederschlagsband

17.01.2018 Mi

Mit -38 C im 500 hPa-Niveau liegt eine ausgesprochen höhenkalte, labil geschichtete Luftmasse über Mitteldeutschland, unter der straffen Frontalzone stellt sich eine lebhafte westliche Strömung ein.

Am Morgen beginnt es unverhofft kräftig zu schneien, der erste Schnee dieses Jahres verhüllt den Fläming mit einer dünnen Schneedecke. Am Vormittag klart es im Harzlee vorübergehend auf, es folgen die Gattungen Cu und Sc mit Untergrenzen in verschiedenen Höhen.

Über dem Westatlantik setzt die Genese des schnell laufenden Sturmtiefs "Friederike" ein, welches uns schon morgen beglücken wird.

Aufklaren am Vormittag

18.01.2018 Do

Exakt 11 Jahre nach Orkan Kyrill, wieder an einem Donnerstag, stellt sich wieder ein schweres Sturmereignis ein. Schnellläuferin Friederike rast heran, das Zentrum des Tiefs verlagert sich heute von der Emsmündung über Hamburg Richtung Uckermark und überschreitet gegen 18 Uhr die polnische Grenze.

 

An der sich ostwärts verlagernden Südwestflanke der Zyklone liegt der Fläming innerhalb eines breiten Streifens, der von der Unwetterzentrale violett und vom DWD mit Stufe 3 bewarnt wird.

 

Der Tag beginnt ruhig, letzte Strahlen der Sonne während des Aufgangs selbiger werden durch Stratus und Stratocumulus verdeckt. Es folgt kurzzeitig leichter Schneefall, Cumulus wird zu radiatus geschnitzt: lange Wolkenbänder treiben nordwärts, am Mittag werden erste Böen mit Bft.7 registriert. Schon kurz vor 15 Uhr treffen entgegen den Prognosen erste schwere Sturmböen ein, danach ein leichtes Abflauen, was pfiffigerweise zur Heimfahrt von der Arbeitsstelle genutzt wird.

 

Kurz danach legt Friederike richtig los, dunkles Grollen des Waldes wird begleitet von wildem Kreischen der Zweige nahe stehender Espen. Die Spitzenböen erreichen Geschwindigkeiten um 100 km/h, womit die Schwelle zwischen schwerem und orkanartigem Sturm (Bft.10/11) erreicht wird. Das Sturmfeld verlagert sich ab 19 Uhr nach Osten, die Windstärke lässt kontinuierlich und zügig nach.

 

Bundesweit wird, wie bei Kyrill 2007, der Fernverkehr der Bahn lahmgelegt, deutschlandweit sind mehrere Todesopfer zu beklagen. Die höchste Windstärke offizieller Wetterstationen wurde auf dem Brocken gemessen, beachtliche 204 km/h. Resümierend ist (regional bezogen) anzubringen, dass Friederike als schweres Sturmereignis einzustufen ist, insgesamt jedoch nicht, wie in einigen sensationsgeilen Medien behauptet wird, diesem ansatzweise ebenbürtig ist.

Letzte Sonnenstrahlen vor dem Sturm

Friederike schnitzt Cumulus mediocris radiatus

Sturmfeld von Friederike

19.01.2018 Fr

Ein breiter, eher flacher höhenkalter Trog liegt über Mitteleuropa, Friederike füllt sich über Osteuropa auf, Tief Evi über dem Nordmeer behält ihre Funktion als Zentraltief. Nach monotonen Haufenschichtwolken am Vormittag türmt sich nachmittags in zeitweise dunstiger Luft Cumulus bis zum congestus auf.

Cumulus im Januar

20.01.2018 Sa

Weiterhin erstreckt sich der Trog über Europa, ein eingelagertes namenloses Tief verlagert sich über Süddeutschland schnell ostwärts. Wie gestern lockert dichter Stratocumulus am frühen Nachmittag auf (Bild), um kurz darauf bei knappen Plusgraden den Vorhang wieder zu schließen.

Kurze Lichtblicke

20.01.2018 Sa

In einer gradientenschwachen Troglage erstreckt sich eine flache Tiefdruckrinne diagonal von Tschechien zur Nordsee und wird von einem Hochkeil ostwärts abgedrängt. Langweiliger Stratus nebulosus opacus hält sich hartnäckig, ein belangloser Wettertag.

 

Wetter und Wolken Dezember 2017

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