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Flämingwetter

Wetterbeobachtungen Juni 2019 im Fläming

Zu den Wetterdaten:
Juni 2019

Beobachtungen

Klassifikation

Wetterarchiv

Lichteffekte

Prognosen

Wetter Mai 2019

Wetter Juli 2019

Datum

Bericht

Bild

01.06.2019 Sa

Pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang schwingt sich selbiger zur Hochform auf, gestützt von einem breiten Höhenrücken räkelt sich die Antizyklone "Pia" weiträumig über den Alpen.

An ihrer Westflanke wird von Spanien her sehr warme Luft herangeführt, eine Höchsttemperatur von 28°C wird erreicht. Vereinzelt quellen noch Haufenwolken auf, darüber dünnt sich Cirrostratus fibratus zunehmend aus.

Start in den Hochsommer 2019

02.06.2019 So

Allmählich stellt sich die Wetterlage von HM (Hoch Mitteleuropa) um auf die heiße Lage Sz (Süd zyklonal), doch heute bleibt Hoch Pia noch dominant. 15°C werden im 850hPa-Niveau gemessen, am Boden 31°C - der erste Hitzetag des Jahres 2019. Die Sonne brennt gnadenlos herab auf die trockene Fläminglandschaft, nur selten zeigt sich Cirrus, im Bild ein fibratus mit Ansatz zum spissatus.

Cirrus in der Sommerhitze

03.06.2019 Mo

Von Westen her nähert sich ein mächtiger Langwellentrog, an dessen Vorderseite subtropische Heißluft aus Südwesteuropa herangeführt wird. Gleichzeitig greift die Kaltfront von Nordmeertief "Frank" auf den Westen Deutschlands über, schon am Morgen lösen dort an einer vorlaufenden Konvergenzlinie teils heftige Gewitter aus.

Im Fläming dagegen ist es zunächst wolkenlos, schnell klettert die Quecksilbersäule auf heiße 33°C. Die Hoffnung auf Regen verpufft am späten Nachmittag erfolglos, zwar erscheinen am fernen Westhimmel Gewitterwolken, doch deren outflow boundary, die immerhin mit 7 Bft. eintrifft, stabilisiert die Luftmasse. Lediglich ein paar quirlig aufsteigende Cumuli im Südosten, gepaart mit Eisschirmen auslaufender Gewitter sind zu beobachten - es bleibt trocken.

Cumulus unter Eiswolken von fernen Gewittern

04.06.2019 Di

Weiterhin wird an der Vorderseite des Trogs über Westeuropa, der nicht so recht ostwärts vorankommt und somit quasistationär herumhängt, subtropische Heißluft herangeführt.

Wieder steigt die Temperatur auf Hitzegrade, abgesehen von kleinen Haufenwolken unter hauchdünnem Cirrostratus nebulosus bleibt es wolkenlos. Die dürregepaarte Hitze sorgt für Waldbrände im Fläming auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog.

Cirrostratus nebulosus mit Haufenwolke

05.06.2019 Mi

Die Hitzewelle dauert an, wieder werden 33°C gemessen. In der etwas labiler geschichteten Luftmasse wachsen Haufenwolken zum Cumulus congestus heran, die sich aber zügig wieder auflösen - bis zum späten Abend bleibt es tropisch warm.

Cumulus congestus Juni 2019

06.06.2019 Do

Ein Luftmassenwechsel bahnt sich an, von Westen her nähert sich die Kaltfront von Nordseetief Heiko. Vorher wird es noch mal schwülwarm (28°), ehe im Osten mächtige Wolkengebirge hochschießen (Bild).

Diese verdichten sich zu einer Gewitterlinie, die von Dresden bis Mecklenburg-Vorpommern reicht, der Standort bleibt zunächst trocken. Erst gegen 19 Uhr erreicht ein Niederschlagsgebiet den Fläming und lässt 3 l/m2 ab - zu wenig, aber besser als nichts.

Der Durchzug der Kaltfront, verbunden mit der Niederschlagsabkühlung verursacht einen satten Temperatursturz auf 14°C.

Cumulonimben im Osten

07.06.2019 Fr

Über Nordwesteuropa tummeln sich mehrere Tiefs namens Frank, Gebhard, Heiko und Ivan, diese werden von dem persistenten Langwellentrog, der bis zur iberischen Halbinsel reicht, begleitet.

Im Fläming hingegen macht sich leichter Zwischenhocheinfluss bemerkbar, der sich in einem klaren Morgenhimmel manifestiert. Doch schnell bilden sich Haufenwolken, die sich verdichten und am Mittag den Himmel bedecken. Diese lösen sich am Nachmittag wieder auf, es wird schnell wärmer - am Abend trifft die 13°C-Isobare ein, mit 24,8°C wird ein Sommertag nur knapp verfehlt.

08.06.2019 Sa

Mit aller Macht und stürmischen Böen trifft nachts gegen 1 Uhr die Kaltfront von Tief Ivan, das sich von der Nordsee Richtung Norwegen verlagert, ein. Der Durchzug verläuft trocken, am Morgen leichte Beruhigung.

Aber nicht lange, nachmittags schwillt die Windstärke kraftvoll an, die belaubten Bäume biegen sich schwer unter häufigen Windböen mit 7 Bft. Trotzdem ist es ausgesprochen sonnig, nur wenige abflachende Haufenwolken lassen sich sehen - am Abend ist der Spuk vorbei - nahezu Windstille.

Wolken am stürmischen 8. Juni 2019

09.06.2019 So

Pünktlich zum Pfingstsonntag besucht das flache Zwischenhoch "Renate", gestützt von einem ebenso flachen Höhenrücken den Fläming und beschert uns einen herrlich warmen Sommertag.

Bis zum späten Nachmittag erscheint nur harmloser Cirrus in pittoresken Formen, gleichzeitig trifft von Süden her wieder die 10°C-Isobare im 850 hPa-Niveau ein. Doch am Abend naht von Südwesten her zunehmend dichter Cirrostratus nebulosus, der von Altostratus opacus unterwandert wird - ein paar Regentropfen fallen.

pittoresker Cirrus

10.06.2019 Mo

Eine unwetterschwangere Schwergewitterlage hat sich eingestellt, in einer gradientenschwachen Lage hat sich das flache, dipolartige Tief "Jörn" über Mitteleuropa festgesetzt. Gleichzeitig trifft labile, energiegeladene Warmluft in der Südosthälfte Deutschlands ein, am Nachmittag wird München von einer schweren Superzelle mit großkörnigem Hagel getroffen.

Am Standort ist es bis zum Abend schwülwarm, gegen 21 Uhr näheren sich von Südwesten her Gewitterzellen. Diese verfehlen den Standort und ziehen ostwärts vorbei. Immerhin ein paar schön verästelte Wolkenblitze und ein paar rumpelnde Positivblitze werden registriert - das erste Gewitter des Jahres. Zum Thema Regen: wieder Fehlanzeige, sagenhafte 0,5 mm bei uns.

vor dem Gewitter

11.06.2019 Di

Eeeendlich Regen in Massen!!!

Der westeuropäische Langwellentrog, der uns seit Monatsbeginn begleitet, tropft über Frankreich ab und hinterlässt ein Höhentief mit Zentrum über der Bretagne. An dessen Vorderseite bleibt es bei der südlichen Strömung, die eine labile, energiegeladene Luftmasse mit einem CAPE von 2500 j/kg in den Osten Deutschlands jagt.

 

Doch zunächst bleibt es entspannt, bis zum späten Nachmittag überwiegen zunächst lockere Haufenwolken, es wird hochsommerlich warm (29°C). Gegen 19:30 Uhr schießt urplötzlich hibbeliger Altocumulus castellanus in die Höhe, die Ereignisse überschlagen sich geradezu.

 

In wenigen Minuten entwickelt sich dahinter ein mächtiger Cumulonimbus, die Gewitterzelle zielt genau in unsere Richtung. Noch scheint die heiße Abendsonne im Westen, doch schon setzt Regen in Form großer Tropfen ein. Dieser verstärkt sich zu wolkenbruchartigem Starkregen! Der in mehreren Wellen über den Standort Wassermassen ablässt.

 

Damit aber nicht genug, gegen 21 Uhr setzt polternder Hagelschlag ein, in zwei Wellen - maximale Korngröße 2 cm - der Rasen erscheint grün-weiß! Um 23 Uhr werden 38 l/m2 gemessen, und die nächste Gewitterfront naht von Süden her.

 

Ach so, die Gewitter: Schön, aber der Starkregen mit Hagel bleibt als überwältigendes Erlebnis in besonderer Erinnerung. Am Standort überwiegend Wolkenblitze, aber rundherum auch das gewaltig rumpelnde Poltern mächtiger Positivblitze. Bis Mitternacht blitzt es rundherum. Insgesamt der bisher spannendste Vollwettertag des Jahres 2019.

 

Und, um es zu wiederholen: Endlich massenhaft Regen!

das Unwetter naht

Hagelkörner im Garten

Niederschlagsradar 20:45 Uhr

12.06.2019 Mi

Die Luftmassengrenze zwischen kühler Luft im Westen und heißer Luft im Osten Deutschlands bleibt bestehen, das flache Tief Jörn liegt rinnenförmig über dem Nordosten und füllt sich mit instabiler, feuchter Heißluft. Unter wolkenlosem Himmel steigt die Temperatur wieder schnell auf hochsommerliche Werte, 31°C Maximaltemperatur gegen 16 Uhr.

Doch schon brodelt es im Süden, gewaltige Gewitterzellen schießen explosionsartig in die Höhe. Diese organisieren sich linienförmig und rollen von Südsüdwest schnell heran. Doch was ist das? Ein blitzreiches, superzellenförmiges Gebilde verfehlt uns knapp westlich, auch im Osten zieht eine mächtige Zelle mit Dauergrummeln vorbei, während am Standort nur ein paar dürftige Tropfen fallen.

Werden wir ausgelassen? Nein, weit gefehlt. Gegen 17:30 Uhr nähert sich von Süden her ein heller (!) Regenschlot. Zunächst verschwindet ein ferner Wald aus der Sicht, später nähere Häuser, dann wird die Sicht fast 0.

Ein wolkenbruchartiger Regen, gepaart mit stürmischen Böen aus westlicher Richtung, bricht herein. Dieser hält zwar nicht lange an, liefert aber immerhin 21 l/m2 Regen ab, - der Juni scheint tatsächlich am Abbau des Niederschlagsdefizits zu arbeiten. Nach Durchzug der Gewitter folgt eine deutliche Beruhigung und eine Abkühlung auf 18°C (19 Uhr).

Aufzug des nächsten Gewitters

Superzelle?

13.06.2019 Do

Das höhenkalte Tief Klaus rotiert weiter über den britischen Inseln, wogegen sich in Mitteleuropa das flache Hoch "Sibylle" breit macht. Nach dichtem Stratocumulus am Morgen, gefolgt von einer wolkenlosen Phase erscheint am Mittag Altocumulus stratiformis, der sich verdichtet insgesamt ein mäßig warmer Tag.

Altocumulus breitet sich aus

14.06.2019 Fr

An der Vorderseite des mittlerweile trogförmig gestalteten Höhentiefs über Westeuropa wird in einer süd/südwestlichen Strömung Warmluft herangeführt, unter nahezu wolkenlosem Himmel steigt die Temperatur bis zum frühen Nachmittag auf hochsommerliche Werte. Gegen 14 Uhr zieht von Südwesten her Cirrostratus nebulosus auf, der sich verdichtet und am Abend von Altostratus unterlagert wird, es fallen ein paar harmlose Regentropfen.

Am Vormittag

15.06.2019 Sa

In der Nacht flutet die 16°C-Isotherme in 850hPa den Fläming, die erste tropische Nacht des Jahres wird registriert. Gekoppelt an einen Randtrog streunt das flache Tief "Ludger" über den Norden Deutschlands, an dessen Ostflanke feuchtlabile Luft aus dem Mittelmeerraum hereinströmt.

Schnell steigt die Temperatur auf heiße 31°C, allerdings verdeckt hin und wieder Altocumulus stratiformis die Sonne. Am Nachmittag folgen Haufenwolken bei auffrischendem Westwind, gepaart mit einer allmählichen Abkühlung.

16.06.2019 So

Von Westen her ist deutlich kühlere Luft eingeflossen und verschafft die Möglichkeit zum gründlichen Durchlüften, doch über Frankreich steht schon das nächste Sommerhoch "Tale" in den Startlöchern.

Somit steht uns die Wetterlage SWa (Südwest antizyklonal bevor, aber zunächst sieht es noch anders aus. Am späten Vormittag bringt ein leichter Landregen 1 mm Regen bei kühler Temperatur. Das ändert sich am Nachmittag, allmählich lichtet sich die mehrschichtige Bewölkung - die nächste Wärmephase steht bevor.

Aufklaren am Abend

17.06.2019 Mo

An der Vorderseite des Atlantiktrogs hat sich eine südwestliche Höhenströmung eingestellt, am Boden regiert Hoch Tale direkt über unseren Köpfen. Nach nahezu wolkenlosem Tagesbeginn bildet sich lockerer Cumulus humilis und mediocris, es wird hochsommerlich warm.

lockerer Cumulus mediocris

18.06.2019 Di

Tale verlagert sich leicht ostwärts, und schaufelt entlang der Trogvorderseite gemeinsam mit dem entgegengesetzt rotierenden Frankreichtief "Momo" Warmluft aus südlichen Gefilden nach Deutschland.

Wieder beginnt der Tag wolkenlos, bei schnell steigender Temperatur lassen sich ab Mittag Eiswolken in Form von Cirrus fibratus, darunter Cumulus humilis. Mit 29°C wird ein Hitzetag knapp verfehlt, am Abend zeigt sich eine linke Nebensonne, die aber mangels Attraktivität hier nicht gezeigt werden muss.

Eis- und Haufenwolken

19.06.2019 Mi

Es bleibt bei der heißen Vorderseite des Atlantiktrogs, in dem Nordseetief Momo subtropische Luftmassen nach Deutschland transportiert. Hibbeliger Altocumulus castellanus erscheint am Morgen, gefolgt von nervigem Cirrostratus nebulosus, der die Einstrahlung der Sonne dämpft.

Nach kurzem Aufklaren mit sofortiger Hitze folgt eine unorganisierte Gewitterzelle mit fernen Donnern und wenigen Regentropfen. Am späten Nachmittag klart es erneut auf, brennend scheint die Sonne auf die Haut, bis zum späten Abend bleibt es angenehm warm.

Wolken in heißer Luft

20.06.2019 Do

Langsam greift die Kaltfront von Tief Momo, dessen Zentrum mittlerweile über Südskandinavien liegt, von Nordwesten her auf Deutschland über und sorgt für leichte Abkühlung.

Kurz nach Mitternacht näherte sich ein Gewitter, schaffte es aber nicht bis zum Fläming, auch in den weiteren Stunden bis 9 Uhr regnet es schauerartig weiter, danach klart es zeitweise auf.

Gegen 15 Uhr entwickelt sich knapp nördlich eine Gewitterzelle, die dramatisch anwächst, eine gefährliche Wallcloud ausbildet (Bild) und sich vom Standort nach Nordosten verlagert. Diese beglückt uns mit immerhin 8 mm Regen, aber damit nicht genug.

Gegen 22 Uhr trifft uns eine mächtige Schauerzelle mit Starkregen! Der im Bild 2 unten links noch schwach hell erscheinende Regenschlot nähert zunehmend, prasselnder Starkregen folgt. Insgesamt misst die Wetterstation im Vorgarten 19 mm Regen, womit der Juni am Standort - welch Wunder trotz der überhöhten Temperatur - deutlich zu nass ausfallen wird!

Ach so und die Gewitter: Nahes Grummeln um 15 Uhr, danach Pause, mit Eintreffen der Schauerzelle um 22 Uhr auch ein paar Blitze rundherum. Aber viel zu weit entfernt, um den Rückzug vom Gartenpavillon ins Haus zu vollziehen, der folgende Starkregen wurde von uns in vollen Zügen genossen.

eine imposante Gewitterzelle

Schauerzelle mit Regenschlot

21.06.2019 Fr

Über dem Mittelatlantik ist ein großes Höhentief abgetropft, das sich in Richtung Spanien verlagert und uns in den nächsten Tagen noch beschäftigen wird. Der Haupttrog schwenkt mit verkürzter Wellenlänge über den Norden hinweg Richtung Ostsee, eingelagert über Skandinavien ist der Tiefkomplex Klaus/Momo.

Gleichzeitig etabliert sich über Westeuropa die Antizyklone "Ulla", weitet sich Richtung Deutschland aus und beschert uns allgemeine Wetterberuhigung. Es ist locker bewölkt, überwiegend mit Cumulus, Altocumulus und Cirrus fibratus, bei mäßiger Wärme.

22.06.2019 Sa

Dänemarkhoch Ulla beglückt uns mit freundlichem Sommerwetter, Haufenwolken bis zu mittlerer Größe dominieren den Tag. Mit 26°C wird wieder ein Sommertag aufzeichnet, am Abend kühlt es angenehm ab - Durchlüften angesichts der bevorstehenden Hitzewelle.

Das ist eine Haufenwolke

23.06.2019 So

Das vom Mittelatlantik eingewanderte, höhenkalte Tief "Nasir" postiert sich westlich der iberischen Halbinsel und beginnt, an seiner Vorderseite afrikanische Heißluft heranzuschaufeln. Heute dominiert noch Hoch Ulla über Nordeuropa, was eine östliche Strömung zur Folge hat und feinstes Sommerwetter abliefert.

Kleine Haufenwolken verdecken nur selten die Sonne und verschaffen kleine Sonnenpausen, die Temperatur steigt am Nachmittag auf angenehme 28°C.

Herrliches Sommerwetter

24.06.2019 Mo

Bei fast unveränderter Position der europäischen Druckgebilde trifft die Heißluft in Deutschland ein, im Südwesten des Landes schon die 20°C-Isotherme im 850 hPa-Niveau.

Im Fläming ist es nicht ganz so heiß, hier trifft im selben Niveau die 15°C-Isotherme ein. Hauchdünne Schleierwolken dämpfen die Einstrahlung minimal, ein Hitzetag wird nur um ein paar Zehntelgrade verfehlt.

25.06.2019 Di

Weiterhin stützt ein mächtiger Höhenkeil Ostseehoch Ulla, das sich Richtung Balkan ausbreitet, Tief Nasir rotiert nach wie vor westlich von Portugal. Die Zufuhr trockenheißer Luft hält an, darin treibt ein Streifen Cirrostratus am Mittag über den Fläming hinweg und dämpft die Einstrahlung leicht. Dieser verzieht sich am Nachmittag nach Osten.

Danach wird eine Höchsttemperatur von 34°C gemessen, es folgt das seltene und legendäre Ereignis, wenn die 20°C- Isobare im 850 hPa-Niveau am späten Abend eintrifft: Trotz blauem Himmel nach untergehender Sonne bleibt es gleichbleibend heiß! Erst am späten Abend folgt eine leichte Abkühlung, ein traumhafter, fast unbekleideter Sommerabend.

Cirrus verschwindet

26.06.2019 Mi

Auf eine warme tropische Nacht folgt ein historisches Ereignis: der Hitzerekord für einen Junitag. Erstmals in diesem Jahrtausend wird eine Temperatur von knapp 37°C im Monat Juni erreicht. Erfreulicherweise wird diese Hitze nicht unangenehm empfunden, trockene Luft und leicht auffrischender Westwind wirken durchaus erleichternd.

Bei einer Wassertemperatur von 31°C wird eine ausgelassene Poolparty mit völlig unbekleideten Damen durchgezogen, bei denen der Verfasser "der Hahn im Korb" ist. Bis zum späten Abend bleibt es heiß, doch von Nordwesten her naht die Kaltfront von Tief "Otto" das sich von der Nord- zur Ostsee verlagert und sich im Lee der skandinavischen Gebirge schnell vertieft.

Hinweis zu Bild 2: die angezeigte Temperatur von 37,4°C der in der Sonne stehenden Bresser - Wetterstation liegt etwas zu hoch, 2 Referenzthermometer an kernschattigen Plätzen zeigten jedoch unisono 36,6°C an.

Wolken bei großer Hitze

37°C im Juni 2019

27.06.2019 Do

Der nächtliche Durchzug der Kaltfront lieferte einen deutlichen Temperatursturz, am Morgen werden nur noch 15°C gemessen. Ansonsten war die Front nicht wetteraktiv, unter strahlend blauem Himmel wird am Nachmittag mit 26°C wieder ein angenehmer Sommertag verzeichnet.

blauer Himmel Juni 2019

28.06.2019 Fr

Unverändert erstreckt sich ein Höhenkeil über Europa, dessen Spitze allerdings etwas nach Westen abgekippt ist und eine Achsenlage Italien - Schottland angenommen hat.

Außerdem befeuert das höhenkalte Tief Nasir westlich von Frankreich die Zufuhr der heißen afrikanischen Luftmasse, in Frankreich steigt die Höchsttemperatur stellenweise auf Werte über 45°C.

Konträr dazu hat sich auf der Ostseite des Höhenkeils im Fläming eine kühlere nördliche Strömung eingestellt, am Morgen überzieht ein Konglomerat aus Cumulus und Stratocumulus das Firmament. Dieses verkrümelt sich am Mittag brav, es folgt eine sommerliche zweite Tageshälfte.

traumhaftes Juniwetter

29.06.2019 Sa

Der Höhenkeil flacht ab, verlagert sich ostwärts Richtung Deutschland und stützt das flache, aber großräumige Hoch "Vera" - Wetterlage HM (Hoch Mitteleuropa).

Ganz Deutschland bleibt wolkenlos, während sich die heiße Luftmasse, die gestern über Frankreich lag, auf den Weg zu uns macht. Man spürt regelrecht die steigende Wärme zum Abend hin, nach 31°C am späten Nachmittag will es abends kaum abkühlen.

bald kommt die Heißluft

30.06.2019 So

Nahezu unfassbarer Wahnsinn. Brüllende Hitze am letzten Tag des Monats, über 37°C. Glücklicherweise bei trockener Luft und gelegentlich auffrischendem Wind.

Hoch Vera hat sich zum Balkan verzogen und macht Platz für die afrikanische Heißluftdüse, die von Südwesten her mit aller Macht eintrifft. Der Juni 2019 verabschiedet sich somit denkwürdig - als heißester Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!

Sonnenuntergang bei brüllender Hitze

 

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