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Flämingwetter

Wetterbeobachtungen November 2012 im Fläming

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Wetterdaten 2012

Beobachtungen

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Wetterarchiv

Lichteffekte

Prognosen

Wolken Oktober 2012

Wetter Dezember 2012

01.11.2012 Do

Typisches Novemberwetter bestimmte den ersten Tag des Monats, der Himmel ist mit eintönigem Stratus bedeckt - am Vormittag Nieselregen. Nachmittags von Südwesten her Auflockerungen, die Temperatur verharrt bei einstelligen Plusgraden.

Tief "Xanthippe" südlich von Island gewinnt zunehmenden Einfluss auf das Wetter in Mitteldeutschland, die osteuropäische Hochdruckzone wird weiter abgedrängt.

Wolken im November

02.11.2012 Fr

Großwetterlage TrW (Trog Westeuropa), die Frontalzone verläuft von Westfrankreich über Deutschland und Polen. Eingelagert ist ein Randtrog, der sich schnell nordostwärts verlagert und die Strömung zonalisiert hat.

Von Südwesten her folgt eine Wellenstörung, die sich schnell ostwärts verlagert und über Südhessen in ein abgeschlossenes Randtief eindreht. Daran gekoppelt ist ein Niederschlags- und Starkwindfeld, das am späten Abend den Fläming erreicht.

Tagsüber bleibt es noch bei ruhigem Herbstwetter mit Cumulus humilis und Stratocumulus stratiformis perlucidus.

Cumulus und Stratocumulus

03.11.2012 Sa

Der November 2012 bedient weiterhin sein Klischee, grau, nass, kühl - heute wieder Dauerregen bis zum Abend, erst kurz vor Sonnenuntergang ein paar Wolkenlücken.

In einer südwestlichen Strömung schleift eine Frontalwelle über Deutschland, das steuernde Zentraltief "Xanthippe" liegt nach wie vor südlich von Island.

Wolkenlücke nach Dauerregen

04.11.2012 So

Unveränderte Wetterlage, grauer Stratus und Nimbostratus gepaart mit Dauernieselregen, allerdings etwas milder.

 

05.11.2012 Mo

Tief Xanthippe füllt sich auf und verlagert sich zur Ostsee, Übergang in westlich zyklonale Wetterlage. Es bleibt mild, südlich der Okklusionsfront gelegentlich auffrischender Wind in höheren Lagen des Flämings.

Nach dichter Bewölkung am Morgen klart es zeitweise auf, mehrfach werden Regenbögen sichtbar, teilweise vor klarem Himmel. Im Tagesverlauf wechselnde Bewölkung - Cumulus, Altocumulus stratiformis und gelegentlich Altostratus.

Regenbogen vor teilweise klarem Himmel

06.11.2012 Di

Unter einem Höhentrog, der sich von Skandinavien bis zur iberischen Halbinsel erstreckt, bleibt es im Fläming kühl, aber frostfrei.

Tagsüber Cumulus bis zum mediocris, der sich gegen 16 Uhr auflöst und den Blick auf Cirrus fibratus und intortus freigibt.

07.11.2012 Mi

Mild, kompakte, graue Bewölkung und Nieselregen, nur am Mittag kurzzeitig Wolkenlücken (Bild).

Nach dem Abtropfen des Trogs westlich von Spanien verlagert sich ein Höhenrücken nach Südeuropa, korrespondierend schiebt sich ein Hochdruckkeil Richtung Alpen.

Zwischen dessen Nordseite und einem ausgedehnten Tiefdruckkomplex über Nordeuropa bildet sich ein Starkwindband aus, in der westlichen Strömung eingelagerte Frontensysteme transportieren feuchte und milde Luftmassen nach Mitteldeutschland.

Wolken im November

08.11.2012 Do

Weiterhin westlich antizyklonale Wetterlage (Wa), die Frontalzone liegt leicht mäandrierend nördlich von Deutschland.

Es bleibt relativ mild, aber bedeckt mit Altostratus opacus, am Nachmittag kurzzeitig Wolkenlücken, abends wieder Nieselregen.

09.11.2012 Fr

Der Höhenrücken über den Alpen wölbt sich weiter auf, die Lage des Bodenhochs "Normen" bleibt unverändert. Über dem Atlantik dehnt sich ein Langwellentrog südwärts aus und nimmt das Höhentief westlich von Spanien in die Zirkulation auf.

Es resultiert eine südwestliche Höhenströmung, mit der milde Luftmassen nach Europa transportiert werden.

Nach Auflösung von Stratocumulus stratiformis zunehmend konvektive Bewölkung, die Quellwolken schießen in den unteren Luftschichten schnell aufwärts, werden aber von einer Inversionsschicht nahezu schlagartig gebremst. Sie verteilen sich unterhalb der Inversion als Altocumulus stratiformis opacus - im Bild ein Wolkenloch, das an eine "Hole Punch Cloud" erinnert.

Wolkenloch im November

10.11.2012 Sa

Nach wie vor mild, am Vormittag bedeckt sich der Himmel zunehmend mit Altocumulus und darüber liegendem Altostratus. Nachmittags Verdichtung zu Nimbostratus praecipitatio, ausgiebiger Landregen.

Der Trog über Westeuropa wird zunehmend "schmaler", die vorderseitig transportieren feuchten Luftmassen werden am nahezu ortsfesten Hoch über Mitteleuropa gehoben.

Erwähnenswert sind auch die Föhnstürme nördlich der Alpen, in Berchtesgaden werden 17°C gemessen.

Altocumulus und Altostratus translucidus

11.11.2012 So

Während der Langwellentrog über Spanien abtropft, bewegt sich der Nordteil des Troges Richtung Norddeutschland.

In Sachsen lang anhaltende Regenfälle, dagegen bleibt es im Fläming trocken, aber bei grauer Schichtbewölkung - überwiegend Stratocumulus, später Altocumulus (Bild).

12.11.2012 Mo

Der Resttrog wandert nach Osten aus, gleichzeitig am Boden steigender Luftdruck - ein Keil des Azorenhochs legt sich über Deutschland und sorgt für ruhiges, mildes Herbstwetter.

Tagsüber zunehmend dichter werdender Cumulus humilis (Bild), der sich am Nachmittag in sanfte Felder Stratocumulus stratiformis perlucidus umformt.

Cumulus mediocris im November

13.11.2012 Di

Aus dem Azorenhochkeil etabliert sich das eigenständige Hoch "Otto", das über Deutschland liegt und sich langsam ostwärts verlagert. Gestützt wird es von einem Höhenrücken über Mitteleuropa, die Umstellung auf eine antizyklonale Wetterlage ist abgeschlossen.

Dank vorhandener Durchmischung der unteren Luftschichten kommt es im Fläming nicht zur Bildung von Nebelfeldern. Es bleibt tagsüber, abgesehen von gelegentlichem Cirrus fibratus, bei klarem Himmel.

14.11.2012 Mi

Das Hochdruckgebiet verlagert sich ostwärts, es bleibt jedoch bei hohem Geopotential über Deutschland, in der schwachen südöstlichen Anströmung profitiert Mitteldeutschland von der Leeseite der Mittelgebirge (siehe Bild).

Süddeutschland und der Nordwesten Tschechiens liegen unter dichten Nebelfeldern, die besonders am Kamm des Erzgebirges abrupt enden.

Es bleibt somit bei wolkenlosem Wetter mit für die Jahreszeit normaler Temperatur, nach klarer Nacht am Morgen leichter Bodenfrost.
Bildquelle: sat24.com

15.11.2012 Do

Hoch Otto über Osteuropa schwächt sich ab, Deutschland liegt im Barosumpf bei geringen Druckunterschieden.

Nicht unerwartet bildet sich in der kalten Grundschicht dichter, grauer Bodennebel aus, der den ganzen Tag anhält. Durch die leichte östliche Anströmung und die fehlende Sonneneinstrahlung bleibt es kalt, der erste Tag dieses Winterhalbjahrs mit Dauerfrost, auch mittags knapp unter 0°C.

 

16.11.2012 Fr

Großwetterlage nach wie vor SWa (Südwest antizyklonal), an der Westflanke von Hoch Otto über Südosteuropa sickert weiterhin gealterte Festlandluft aus südöstlicher Richtung ein.

Es bleibt bei der feuchtkalten Grundschicht, die eine Mächtigkeit von fast 1000 m erreicht und sich auch tagsüber nicht auflöst.

Die Nebelschicht am Boden ist zu hochnebelartigem Stratus nebulosus opacus aufgestiegen, leichter Temperaturanstieg über den Gefrierpunkt.

Stratus nebulosus

17.11.2012 Sa

Wie vor drei Tagen liegt der Fläming im Lee der Mittelgebirge, die Nebelfelder bleiben südlich davon hängen.

Der Himmel bleibt fast wolkenlos, allerdings morgens und abends leichter Frost, tagsüber gelegentlich dünne Streifen Cirrus fibratus.

Blauer Himmel im November

18.11.2012 So

Die schwach ausgeprägte Kaltfront vom Zentraltief Denise mit Zentrum bei Island streift langsam von Nordwesten her über Deutschland, in der Höhe wandert ein Kurzwellentrog von Frankreich Richtung Schweden.

In der schwachen südwestlichen Strömung wird es etwas milder, allerdings herrscht den ganzen Tag über dichte Bewölkung - Stratus und Stratocumulus, abends leichter Regen.

19.11.2012 Mo

Hohes Geopotential über Osteuropa, die vom Atlantik ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiete werden auf Ia und nachfolgend Id Zugbahnen Richtung Nordskandinavien abgeschoben.

Deutschland bleibt im Bereich gradientenschwacher Strömung - trostloses, langweiliges Novemberwetter, am Himmel grauer Hochnebel.

 

20.11.2012 Di

Graue Tristesse pur, am Morgen Bodennebel, der sich mittags zu hochnebelartigem Stratus anhebt.

Am Rand einer ausgedehnten osteuropäischen Hochdruckzone verbleibt Mitteleuropa im Barosumpf: zwischen den meridional verlaufenden Isobaren über Westfrankreich mit 1015 hPa und Ungarn mit 1020 hPa herrschen nur 5 hPA Druckunterschied.
Bild: sat24.com

Nebel über dem Süden und Osten Deutschlands

21.11.2012 Mi

Großwetterlage TrW (Trog Westeuropa), an der Vorderseite eines breiten Langwellentrogs bleibt es bei schwacher südlicher Anströmung.

Ein breiter Höhenrücken über Osteuropa blockiert nach wie vor vom Atlantik übergreifende Tiefausläufer, der Fläming bleibt in einem Bereich mit geringer Isobarendrängung.

Am Morgen wieder Nebel, der sich aber - wieder einmal begünstigt durch die Lee-Lage nördlich der Mittelgebirge - schnell auflöst und den Blick auf wolkenlosen Himmel freigibt.

22.11.2012 Do

Der omnipräsente osteuropäische Höhenrücken wird von einem Randtrog gestreift, korrespondierend verlagert sich am Boden ein Tief nordostwärts über die Nordsee. Dadurch kommt es zu einer Zunahme des Gradienten, in einer leichten südwestlichen Strömung wird die gealterte Grundschicht durchmischt.

Es bleibt mild, tagsüber lockere Bewölkung in verschiedenen Höhen, vom Stratocumulus über Altostratus bis hin zu filigranem Cirrus fibratus.

Mehrschichtige Bewölkung am Morgen

23.11.2012 Fr

Die Kaltfront eines noch namenlosen Islandtiefs überquert im Tagesverlauf unter Abschwächung den Norden Deutschlands. Sie wird im Süden rückläufig, noch herrscht hoher Bodendruck über dem Kontinent - am Abend fallen trotzdem einige Regentropfen.

Im Fläming bleibt es vormittags wolkenlos, lediglich harmloser Cumulus humanogenitus ziert den stahlblauen Himmel. Im Tagesverlauf Aufzug von Cirrus, gefolgt von Altostratus und Stratocumulus.

Die numerischen Wettermodelle liefern sich derzeit heftige Gefechte, zum Monatswechsel ist ein Kaltlufteinbruch möglich. Aber noch zappeln die einzelnen Läufe wie Lämmerschwänze, nach dem Motto "Welches Schweinderl hätten's denn gern?" :-)

Genese von Cumulus aus dem Kühlturm

24.11.2012 Sa

Der Norden Deutschlands wird von einem schwachen Randtrog gestreift, unter dem Zentraltrog über Westeuropa entwickelt sich Tief Franziska über der Biskaya allmählich zum Sturmtief.

Im Fläming bleibt es bei dichtem, grauen Hochnebel und einstelligen Plusgraden.

 

25.11.2012 So

Sturmtief Franziska tobt sich über der Nordsee aus und verlagert sich unter Auffüllung Richtung Skandinavien, ihr Frontensystem überquert im Tagesverlauf die Mitte Deutschlands.

In einer südwestlichen Strömung wird es sehr mild, tagsüber Stratocumulus stratiformis perlucidus und Altostratus translucidus.

Abends von Südwesten her aufklarend, im Licht der untergehenden Sonne konnte ein irres Farbspiel am Südhimmel beobachtet werden - der Himmel brannte in grellen rotgelben Farben.

Stratocumulus stratiformis im November

Abendrot im November 2012

Brennender Himmel bei Sonnenuntergang

26.11.2012 Mo

Tief Franziska füllt sich über Skandinavien auf, Deutschland gerät in den Einflussbereich des nächsten Tiefs "Gabriele" mit Zentrum über dem Ärmelkanal.

Der Fläming bleibt bis zum Mittag noch unter leichtem Zwischenhocheinfluss, von Südwesten zieht allmählich schön konturierter Altocumulus stratiformis perlucidus auf, gefolgt von Altostratus translucidus. Noch bleibt es mild.

Altocumulus im Zwischenhoch

27.11.2012 Di

Gabriele hat die Nordsee erreicht, ihr Frontensystem schleift quasistationär über Deutschland.

Noch immer mild, der Himmel bleibt den ganzen Tag mit mittelhohen Wolken bedeckt - überwiegend Altocumulus stratiformis und Altostratus opacus.

graue Novemberwolken

28.11.2012 Mi

Über dem Mittelmeer setzt heftige Zyklogenese ein, Tief Heike zieht auf einer Vb- ähnlichen Zugbahn und schneidet einerseits die Zufuhr milder Höhenluft aus Südwesten nach Mitteleuropa ab, transportiert andererseits feuchtwarme Luft nordwärts nach Österreich und Süddeutschland.

Die zugehörige Warmfront trifft auf kühle, postfrontale Luftmassen, die auf der Rückseite von Tief Gabriele über dem Baltikum südwärts advehiert werden.

An der Grenze kommt es zu lang anhaltenden Regenfällen, auch im Fläming Dauerregen bei gleichzeitiger Abkühlung und auf nördliche Richtung drehendem Wind.

Im Bild sind die Lage des Trogs über Mittel- und Westeuropa und die Richtungen der Kalt- und Warmluftadvektionen dargestellt.

Lage des Trogs Ende November

29.11.2012 Do

Das Vb- Tief Heike verlagert sich nordostwärts Richtung Polen, Mitteldeutschland liegt im Bereich rückseitiger Aufgleitprozesse.

Es bleibt bei anhaltenden Niederschlägen aus grauem Nimbostratus praecipitatio pannus, in der einströmenden polaren Meeresluft sinkt die Temperatur im Tagesverlauf Richtung Gefrierpunkt.

Grauer Nimbostratus pannus

30.11.2012 Fr

Großwetterlage TrM (Trog Mitteleuropa), der breite, weit amplifizierte Langwellentrog ist nochmals untergliedert in mehrere Höhentiefs, die dazu korrespondierenden Tiefdruckgebiete liegen über Litauen (Heike 1) und über Norditalien (Heike 2).

Während es in den Mittelgebirgen weiterhin heftig schneit, fallen im Fläming nur wenige nasse Schneeflocken, die Temperatur bleibt bis zum späten Nachmittag leicht oberhalb der Frostgrenze.

 

Abends aufklarend, von Westen her macht sich im Bodendruckfeld leichter Zwischenhocheinfluss bemerkbar. Unter den absinkenden Luftmassen klart es am Abend schnell auf, gleichzeitig wird es kalt, um 23 Uhr "knackiger Frost".

Ein perfekter Ausklang des Monats November und gleichzeitig der Start in den Frühwinter des Jahres 2012?

Die Streitigkeiten der numerischen Vorhersagemodelle haben sich geglättet, mittlerweile steht fest, dass ein Kaltlufteinbruch bevorsteht.

Es besteht also Hoffnung auf einen Dezember a' la 2010:
Die nordhemisphärische Zirkulation ist komplett gestört, der Polarwirbel ist stark fragmentiert, der Atlantik bleibt abgesperrt.

Aufklarender Himmel am 31. November 2012

 

Wolken Oktober 2012

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Wetter Dezember 2012

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