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Flämingwetter

GFS - Mittelfristvorhersage für die Temperatur im Fläming

 

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Basis für die mittelfristige Vorhersage der Temperatur in der folgenden Grafik ist das amerikanische Modell GFS (Global Forecast System). Es ist neben dem europäischen ECMWF das leistungsfähigste numerische Modell zur Wettervorhersage und verwendet eine Gitterauflösung von 28 km. Die Berechnung erfolgt viermal täglich, hier wird immer der aktuelle 0 Uhr - Lauf dargestellt:

Mittelfristvorhersage GFS

Der obere Bereich der Grafik zeigt den Temperaturverlauf für den Zeitraum der Mittelfrist,
der untere Teil die Niederschlagssignale. Quelle: meteociel.fr

Die weiteren GFS-Läufe der letzten 24 Stunden: 06h 12h 18h

Kurze Erläuterung des GFS - Diagramms zur Wettervorhersage in der Mittelfrist:

Schwarze Linie - Hauptlauf

Er verwendet die genauesten Anfangsbedingungen und die höchste Auflösung von 28 km im Zeitraum bis zu 192h. Danach rechnet er in geringerer Auflösung weiter.

Blaue Linie - Kontrolllauf

Wie der Hauptlauf rechnet er mit den genauesten Startbedingungen (aktuelle Sondenaufstiege etc.), allerdings in einer geringeren Auflösung des Gitternetzes.

Bunte Linien - "Member"

Bewusste Permutationen, die 20 Ensemble- Mitglieder (Member) rechnen mit leicht veränderten Anfangsbedingungen und wie der Kontrolllauf mit geringerer Auflösung.

Rote Linie - Mittel

Mittelwert der berechneten Szenarien.

Lesen des Diagramms:

Zunächst betrachten wir den Hauptlauf (schwarz) und die rote Linie (Ensemble- Mittel). Schmiegen sich beide Linien eng aneinander, kann man von einer zuverlässigen Prognose für diesen Zeitraum ausgehen - der Hauptlauf ist in diesem Fall gut "eingebettet".

Das nächste Kriterium ist der "Member- Spread". Im Diagramm ist zu erkennen, dass die Bündelung der Member zunächst sehr eng ist und die Spreizung im Verlauf der nächsten Tage zunimmt. Bei zunehmendem Auseinanderdriften ist (logischerweise) mit verstärkter Unsicherheit zu rechnen.

Ausbrechen des Hauptlaufs oder Kontrolllaufs aus dem Szenario nach oben oder unten - ist unbedingt weiter zu beobachten. Bei einmaligem Ausbrechen handelt es sich um einen "Ausreißer". Aber: ist das Ausreißen über mehrere Tage zu beobachten und ziehen nach und nach die Member mit, ist auch endmittelfristig ein Wetterumschwung in Betracht zu ziehen.

Beispiele:
Mitte Oktober 2012 - Tagelanges Ausbrechen des Hauptlaufs nach unten, in Folge ein kurzer Wintereinbruch Ende des Monats.
Mitte Januar 2012 - Der Kontrolllauf zieht einsame Bahnen Richtung Extremfrost, obwohl das Mittel wohltemperierte Werte lieferte. Folge war die längste und extremste Dauerfrostperiode seit 1996.

 

Das oben dargestellte Vorhersagediagramm trifft für die geographische Lage des Flämings, nördlich von Lutherstadt Wittenberg zu. Um die Vorhersage für andere Regionen in Deutschland / Europa zu erhalten, einfach auf die folgende Grafik klicken:

Meteociel-Karte

Der Link führt direkt auf die Auswahlseite von meteociel.fr, dort die gewünschte Region anklicken.
Es erscheint ein neues Fenster, in dem zunächst die Temperatur im 850 und 500 hPa Niveau angezeigt wird. Im unteren Menü (gelb) kann auch die 2m - Temperatur, wie im Vorhersagediagramm oben, abgefragt werden.

Die gleichen Daten, nur anders aufbereitet, können auch auf wetterzentrale.de abgerufen werden,
Direktlink: Wetterzentrale.
Dedizierte Erläuterungen zu den Karten findet man im angeschlossenen Forum für Kurz- und Mittelfrist-Vorhersagen.

 

zur Langfrist-Prognose

 

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