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Flämingwetter

Aktuelles Bild vom Polarwirbel in der Troposphäre im 500 hPa Niveau

 

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Beim Polarwirbel der Troposphäre handelt es sich um ein großräumiges Höhentief, das im Winter besonders stark ausgeprägt ist.

In der folgenden Karte ist das Geopotential der Troposphäre im Niveau von 500 hPa (Höhe etwa 5,5 km) dargestellt. Es widerspiegelt die potentielle Energie in diesem Niveau, vereinfacht: niedriges Geopotential = niedriger Luftdruck / niedrige Temperatur in der Höhe (im Bild violette Farbe) und umgekehrt (rot).

Wie der stratosphärische Polarwirbel hat der troposphärische Wirbel im Winter entscheidenden Einfluss auf unser Wettergeschehen:

Bild vom Polarwirbel in der Troposphäre

Bildquelle: meteociel.fr

Ein gut über dem Nordpol zentrierter Polarwirbel bedeutet, dass die arktische Oszillation gesund ist, in den mittleren Breiten stellen sich zonale Strömungsmuster ein - weitgehend milde Westlagen mit Potential zu Winterstürmen. Musterbeispiel war der Zeitraum Dezember 2011 bis Mitte Januar 2012.

Im Gegensatz deutet ein "zerzauster", sehr unregelmäßig geformter Wirbel auf meridionale Strömungsmuster  hin, warme Luftmassen werden weit nach Norden advehiert (transportiert) - im Gegenzug können sehr kalte Luftmassen in mittlere Breiten gelangen. Die Chancen für Kaltwinter steigen, da sich typischerweise ein Keil über dem Atlantik ausbildet, der die milde Westdrift absperrt und den Weg für Kaltluft aus hohen Breiten in Richtung Mitteleuropa freigibt.

In Form der weißen Linien und Druckangaben in hPa ist zusätzlich das korrespondierende Bodendruckfeld dargestellt. Aus Verlauf und Drängung der Isobaren unter Beachtung der Druckverhältnisse kann auf die vorherrschende Windrichtung am Boden geschlossen werden, womit man nach einiger Übung eigene Rückschlüsse auf das Wetter der nächsten Tage ziehen kann.

 

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