Flämingwetter

Januar 2015 im Fläming - mild, nass und gewittrig

Wettertagebuch
Januar 2015

 

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Wetterarchiv

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Jahre

Wolkenstraßen im WestwindMit straffen, überwiegend zyklonalen Westlagen startete das Jahr 2015. Bis zur Monatsmitte fegten mehrere Orkantiefs über Nordeuropa, die dem Fläming viel Wind, Regen, aber auch Gewitter bescherten.

Am 17. Januar stellte sich die Großwetterlage abrupt um, streng meridionale Wetterlagen stellten sich ein. Unter meist grauem Himmel und schwachem Tagesgang sank die Quecksilbersäule auf Werte um den Gefrierpunkt.

Extrem höhenkalte Luft aus Grönland erreichte uns zum Monatsende, am Boden sank die Temperatur zwar nur knapp unter den Gefrierpunkt - aber endlich fiel Schnee. Insgesamt war der Januar zu warm und deutlich zu niederschlagsreich.

Jahr 2015
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Temperaturverlauf (rot) Niederschlag (blau) und Luftdruck (grün) Januar 2015 im Fläming
Temperaturverlauf Januar 2015

Wetterereignisse im Januar 2015

Sonnenuntergang bei Wind

Die Rückseite von Tief Felix brachte uns am 10. Januar einen Vollwettertag, Regen Schneetreiben und Graupel im Wechsel mit blauem Kaltlufthimmel.

Höhepunkt waren zwei Gewitter, was deren Anzahl schon in der ersten Dekade des Jahres auf 3 erhöhte!

Abends ein wilder Sonnenuntergang, in einer starken westlichen Strömung treiben zerrissene Haufenschichtwolken und orange leuchtender Altostratus schnell am erfreuten Wetterbeobachter vorbei.

Venus und Merkur abends

Am 18. legte sich ein Zwischenhoch über den Fläming, bei fast klarem Himmel sollte endlich die Beobachtung von Lovejoy sowie Merkur/Venus erfolgen.

Während die Beobachtung des Kometen in drei Nächten gelang, wurde es mit der Sichtung von Merkur knapp. Nur heute war es im Südwesten halbwegs klar, aber ein dichter Spissatus lag in Horizontnähe.

Schließlich gelang die Beobachtung doch, erst knapp oberhalb (Bild), später unter der Wolke knapp über dem Horizont.

 

Schnee Januar 2015

Wie im vergangenen Jahr stellte sich am Monatsende winterliches Wetter ein. Ein gigantischer Höhentrog schlitterte am nach Neufundland aufgesteilten Azorenhoch nach Europa, darunter strömte feuchtkalte Polarluft nach Deutschland ein.

Ergebnis waren Schneefallereignisse bei leichtem Frost, die Schneedecke erreichte aber nur eine Höhe von etwa 5cm. Immerhin glitzerten am Morgen des 31. Januar Schneekristalle in der langsam wieder erstarkenden Sonne.

  Monatsdaten: aktueller Monat Abweichung vom Referenzzeitraum 1961 bis 1990:
  Temperatur- Mittelwert 3,1 °C + 3,9 K
  Niederschlagsmenge 42 mm ~ 125 %
  Sonnenscheindauer 55 Stunden ~ 115 %